79% aller KI-Projekte scheitern — und warum du trotzdem keine Wahl hast
Acht von zehn KI-Projekten überleben den Piloten nicht. Klingt nach einem Grund, es zu lassen? Genau das Gegenteil ist der Fall. In dieser Folge reden Marco und Manuel über die Studie hinter der 79-Prozent-Zahl, den J-Effekt und warum das Unternehmens-Second-Brain in drei Jahren über deine Wettbewerbsfähigkeit entscheidet.

Die Kernpunkte
- Warum 79% der KI-Projekte nach dem Piloten scheitern — und was der J-Effekt damit zu tun hat
- „KI stirbt nicht im Labor, sondern beim Skalieren" — warum die Transformation 1 bis 2 Jahre dauert
- Second Brain fürs Unternehmen: von 2 Personen auf 200 Mitarbeiter gedacht
- Die unbequeme These: Wer KI ignoriert, hat gegen die Konkurrenz keine Chance
- Warum die Medien KI so negativ framen — und warum „Angst sich besser klickt"
- Die Motorrad-Story: ein KI-skeptischer Rentner und „dann kannst du mich ja erst recht betrügen"
- Mira Murati: Warum kleine Modelle mit echtem Expertenwissen die großen schlagen
- Mistral & lokale LLMs: DSGVO-konforme KI aus Europa im Praxistest
- Der KI-Tipp der Folge: der Pre-Mortem-Prompt, der deinen Output komplett verändert
„KI stirbt nicht im Labor, sondern beim Skalieren."
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Transkript
Dinge, die die KI nicht kann, machen meistens Spaß. Weil sie halt eher die Aufgabe übernimmt, wo keiner Bock drauf hat. Da kannst du mich ja erst recht betrügen. Dass wir über diese erste Phase, also jemand nutzt gar keine KI oder so, da sind wir drüber weg, würde ich sagen. So Manuel, wir starten mit schönen Grüßen. Nach China. Österreich, Schweiz, Belgien, Türkei, Irland, Italien, Japan, China, Frankreich, Schweden, Griechenland, Sambia, Australien, Niederlande, Arabische Emirate, Luxemburg, Zypern, United States und Bosnien-Herzegowina. Da werden wir überall gehört. Also laut Spotify. Ja gut, Spotify hat uns ja beim letzten Mal auch nicht enttäuscht. Ich wollte gerade sagen, ich dachte, jetzt kommt eigentlich wieder von dir eher gut. Nee, nee, nee, seit dem China-Thema. Aber seit unserem Freund Christian in China vertraust du da drauf. Wenn uns jetzt in der Folge jemand hört, weil das ist ja immer sehr unterschiedlich, aber wenn uns in der Folge jemand hört aus irgendeinem fremden Land, schreibt uns doch gerne per LinkedIn, per Nachricht an unsere Info-Ad oder uns persönlich. Wir würden uns wirklich super, super freuen, herauszufinden, wer uns zum Beispiel in Sambia hört, sag ich mal. oder Türkei hört oder Japan hört. Italien kann ich mir fast noch vorstellen, wer das ist. Vielleicht sind es auch Urlauber aktuell. Könnte das sein, dass viele gerade im Urlaub sind und dann... Dann sind es aber deine Freunde bei meinen Freunden. Wir sind nicht gerade da unterwegs. Aber erst noch, ey, ist doch cool. Ich fand es einfach spannend. Ich habe mir ja heute Morgen nochmal unsere Statistiken angeguckt. Wir kriegen ja so langsam so einen kleinen Mini-Trick. Was? Ja, nicht Boost, aber wir wachsen. Wir wachsen. Ja, es wird mehr, ja. Wir waren gestern wieder sehr erfolgreich. Aber gar nicht dann auf eine... Du bist ja nebenberuflich noch Dozent. Nee, nicht. Ich mache nichts mit dir, so Unis und... Nee, Dozent werde ich nicht. Aber es macht Spaß, irgendwie als Speaker, oder jetzt in dem Fall wie gestern in einem Gespräch, dort zu sitzen, genau, die Fragen zu beantworten, die da sind. Und ich finde so, weißt du, wir sitzen hier immer in unserer Höhle. Es ist ja immer ein schöner Realitätscheck. Egal, ob wir bei Kunden sitzen oder ob wir, wie beim letzten Mal am Wolfgangsee waren bei LKQ oder jetzt gestern, als ich bei der Foam war. Ich finde das einfach super spannend zu sehen, was ist denn der Realitätscheck sozusagen aus wir sitzen hier in der Höhle, arbeiten mit Obsidian Cloud Code, du jetzt testest neue Sachen, Second Brain und keine Ahnung was. Und dann mal zu gucken, okay, wie ist die Realität. Gibt es irgendwas, was du unseren Zuhörern mitteilen möchtest? Oder einfach nur, es war ein Interview vor Völkmann. Genau, ich kann ja zwei, drei Sätze dazu sagen. Ich war schon über den Wissensstand positiv überrascht. Ich fand das auch super spannend, mit den Kolleginnen und Kollegen zu sprechen. Da waren schon einige dabei, die, glaube ich, auch schon relativ viel machen mit KI. Ich war auch davon überzeugt, Ich kann sagen überrascht, weil ich hatte jetzt keine große Erwartungshaltung, deswegen schon überrascht, wie weit dann doch schon die Gedankengänge der Hochschule an sich sind. Wie sich auch Gedanken gemacht wird, vielleicht über ein KI-Ready-Programm mit Unternehmen zusammen zu machen in den Schulen. Wie weit ist Nutzung und so. Ich war da positiv überrascht. Ich glaube, fast so nach den letzten Gesprächen, Wochen und Monaten, dass wir über diese erste Phase... Also jemand nutzt gar keine KI oder so, da sind wir drüber weg, würde ich sagen. Ja, das ist doch gut. Also ich glaube, die meisten nutzen aktuell KI so, wie wir es früher genutzt haben. Chatfenster, Problem rein, Problem raus so ein bisschen. Oder Problem rein, Lösung raus besser gesagt. Ich hatte ja gestern wieder ein Erlebnis, was eher gezeigt hat, dass es auch Menschen gibt, die wirklich stark abgeneigt sind von KI. Ist das so, ne? Ja, ich war ja mein Motorrad kaufen gestern, wie du weißt. Mhm. Bin dafür anderthalb Stunden mit einem Transporter gefahren. Und als ich dann das Motorrad gekauft habe und das Geld überwiesen habe und alles, hat dann die Sparkasse App mir so einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Und zwar musst du ja, wenn du dann mit der Push dann musst du, wechselst du quasi am Handy zwischen den Apps hin und her, gibst die ganze Zeit mit Face-ID quasi frei. Und irgendwie dadurch, dass ich das Limit quasi erhöhen musste, hat er dann wieder hin und her gesprungen und hat dann die Überweisung, die ich anfangs als Echtzeitüberweisung eingestellt hatte, als normale Überweisung dann wieder zurückgesetzt. Und es ist nicht aufgefallen, weil warum sollte man darüber nachdenken, dass das quasi umspringt. Ja, dann war das halt keine Echtzeitüberweisung und logischerweise hat der Verkäufer nicht innerhalb von fünf Sekunden sein Geld auf dem Konto gehabt. Wurde dann natürlich ein bisschen nervös. Du siehst jetzt auch nicht besonders vertrauenswürdig aus. Ich bin anderthalb Stunden da hingefahren und dann war natürlich klar, okay, ich werde das jetzt auf jeden Fall mitnehmen. Und dann haben wir hin und her diskutiert, sind dann noch in Soest, da wo ich hingefahren bin, zu einer Sparkasse gegangen, um irgendwie zu gucken, ob man noch einen gedruckten Kontoauszug ziehen kann. Geht natürlich nicht, wenn du bei der Sparkasse Köln-Bonn bist. Das sind zwei verschiedene Banken. Ja, da wurde natürlich auch immer nervöser der Herr. etwas älter auch, als ich dann auch meine Karte in den Automaten gesteckt habe und da steht dann Karte abgelehnt und so. Ja, wurde ja nervös. Auf jeden Fall habe ich dann während der Autofahrt zur Sparkasse mit ihm länger über KI gesprochen, weil ich ihm vorher auch gesagt habe, was ich mache und weil er hat so ein bisschen gefragt. Hab dann gesagt, ich habe eine KI-Agentur und er hat dann gesagt, ja, dann kannst du mich ja erst recht betrügen, so. Ich so, ja gut, war vielleicht nicht ganz so schlau, dass ich jetzt sowas sage, aber ich habe dann länger mit ihm zu KI gesprochen und der meinte, dass so von wegen das, was man so hört, ist ja eigentlich nur negativ. Also sehr viel, also er meinte, ich selber habe eher Angst so davor und hat dann auch gesagt, ja über mein Handy will jetzt hier Google mir Gemini andrehen und so, also andrehen auch als Wort schon benutzt. Ich habe ein bisschen versucht, das einzuordnen, weil er auch direkt kam mit, ja okay, es werden ja voll viele Leute ihren Job verlieren und so. Ich so, stopp. Wir sind jetzt schon wirklich bei vielen Kunden gewesen und bislang hat noch keiner seinen Job verloren. Im Gegenteil. Eher jemand erschließt sich quasi noch neue Bereiche, die er mit übernehmen kann oder eher neue Jobs. Also die Kunden, wo wir sind, die stellen eher neue Leute ein, statt Leute rauszuschmeißen. Da habe ich ihm einfach mal so einen Rundumschlag gegeben, ich glaube, ich habe ihn auch ganz gut erreicht. Er meinte nach dem Gespräch so, ich gucke mir mal Jiminy an, er ist Rentner und hat jetzt, ich habe auch gesagt, ich habe jetzt in meinem privaten Leben jetzt nicht den geisteskranken Use Case, dass ich sage, okay, ich benutze jeden Tag in meinem privaten Leben irgendwie KI. Es ist halt wirklich sehr auf den Business-Kontext bezogen. Aber er war, glaub ich, nach meinem 15-minütigen Monolog auf dem Weg zur Sparkasse doch eher überzeugter. Aber das ist halt das, was in der breiten Bevölkerung, breiten Masse, wie auch immer, eher so das vorherrschende Bild ist. Nämlich ein sehr negatives. Ich versteh da dann eine Sache nicht. Also hab ich mir lange Gedanken zugemacht. Schon gar nicht konkret darauf bezogen, sondern insgesamt. Warum ist die Medienagenda so negativ, was das Thema KI betrifft? Ja, Angst klickt sich besser. Aber warum? Glaubst du, dass es das Klicken ist, das Klicken besser? Weil, guck mal, de facto ist es ja so, also aus meiner Sicht... Es gibt drei Möglichkeiten und es wird irgendwie die schlechteste gewählt. Du könntest ja die Agenda einmal komplett umdrehen und sagen, KI ist unsere Zukunft, lass uns Vollgas geben, jeder jetzt schulen, jeder jetzt drauf, bla. Hier sind zehn Dinge, die mit KI... Also das wäre ja auch eine Story, richtig? Dann gäbe es ja die Story zu sagen, ausbalanciert, Oder? Zu sagen, guck mal hier, KI ist da, die machen das, die machen das nicht. Zehn gute Nachrichten, zehn schlechte Nachrichten. Wir sind aktuell aber eher so, dass von zehn Nachrichten neun schlecht sind. Und das, was verbreitet wird, ist dieses Riesende. Also es ist immer als erstes kommt das Thema Datenschutz, EU-Act. Und zwar, das will ich auch nochmal richtig einordnen, wir sind ja keine Idioten, die das nicht sehen, dieses Thema. Wir kennen diese Themen, aber... Du musst das ja nicht bei jedem Thema immer als allererstes sehen. Wir sind so viel in Marketingumfeldern unterwegs. Wenn du ein Plakat hast, was eh gedruckt wird und irgendwo aufgehangen wird, dann machen die Leute sich Gedanken über Datenschutz. Ich verstehe das nicht, dass wir es nicht wenigstens ausbalanciert hinbekommen. Die Frage ist so ein bisschen, gibt es auch die positive Berichterstattung, die aber dann einfach nicht geklickt wird quasi? Ja, aber wir würden sie ja mitbekommen. Wir würden sie wahrscheinlich mitbekommen, da gebe ich dir recht. Wir haben News Alerts zum Thema KI, Künstliche Intelligenz und so. Die zweite, also wir reden jetzt so nagel uns, also das ist einfach nur jetzt ins Blaue gesprochen. Ich will da jetzt auch keinem mit zu nahe treten oder sonstiges, aber... Die Berufsgruppe, die dafür zuständig ist, dass News... Verbreitet sind.... publiziert werden und hin und her, ist ja schon eine, die... eher so ins Auge der KI quasi rückt, wenn man darüber spricht, ob irgendein Job ersetzt wird oder... teilweise verschlankt oder kein... Also das Texten ist ja das Erste, was die KI quasi übernommen hat. Also das wird schon der angegriffen sozusagen, der... Also das ist dann so ein bisschen... Ja, wir waren ja auch schon bei einigen Medienhäusern und Verlagen. Und da hat man ja vor allem auch vor einem Jahr noch sehr stark dieses Thema gehört, dieser Ängste gehört. Und auch die, ich sag mal, Journalisten-Ehre wird durch KI so ein bisschen verletzt, glaub ich. Also, ist ja auch nachvollziehbar. Ja, auf jeden Fall. Das ist deren Job, deren Studium teilweise. Die können's ja auch wirklich gut. Also ich könnte das nicht, aber was wir immer so gehört haben, ist halt wirklich auch so ein Thema, was die Ehre angeht. Wir brauchen uns nicht zu verquatschen, aber es ist ja vielleicht auch mal ein spannendes Thema, was wir zumindest noch mal eine Minute länger diskutieren können. Guck mal, wir hatten gestern das Thema, es waren ja Vertriebler da. Da ging es auch darum, wie viel kann im Vertrieb die KI abnehmen, was nicht. Und ich sage das ja wirklich, weil es meine Meinung ist, KI plus MI, das ist die goldene Lösung. Deswegen wird doch keiner rausgeworfen. Genau, warum, das ist die Superpower, KI plus ME. Und warum sollst du, wenn du jetzt zu einem Kunden fährst, selber noch die Recherche machen? Warum sollst du die Zusammenfassung machen? Warum sollst du die Aufbereitung machen? Warum sollst du nicht das alles die KI machen lassen? Das ist doch klar. Das Verkaufsgespräch vor Ort, das führst du doch. Und du kannst es besser führen, weil du besser vorbereitet bist. Du kannst im Zweifel sogar schon vorher mit der KI das Gespräch geführt haben. Und letztendlich ist es doch bei Redaktionen nichts anderes. Aber ich bin wirklich guter Dinge, dass das Narrativ so ein bisschen in diese Richtung in Zukunft gehen wird. Also ich merke schon so ein bisschen ein abgeflachteres Hetzen gegenüber KI. Es wird immer weniger und die Leute erkennen quasi, dass es nicht diese Arbeitslosigkeit gibt und alle werden rausgeschmissen und keiner hat mehr was zu tun. Also es wird es einfach nicht geben. Und ich glaube, es wird eher in die Richtung gehen, dass genau das, was wir quasi schon die ganze Zeit sagen, auch in den Köpfen der Leute ankommt. Und die verstehen, okay, wenn ich das nutze, dann bin ich wirklich mal zwei mal drei und kann einfach Dinge auch eher machen, die mir Spaß machen. Weil Dinge, die die KI nicht kann, machen meistens Spaß, weil sie halt eher die Aufgaben übernimmt, wo keiner Bock drauf hat. Das ist das, was wir bei uns... Also ich will ja auch gar nicht, um das nochmal klar zu machen, ich will keine übertriebene Berichterstattung. Ich will einfach eine neutrale, ausbalancierte Berichterstattung. Wo wird KI eingesetzt? Jetzt geht die Baustelle bei uns gerade los. Egal, wir ziehen das durch. Wir sind eine Viertelstunde schon dran. Ja, wir ziehen das durch. Wir haben ja noch ein, zwei Themen, die ziehen wir durch, die besprechen wir. Es ist das Podcast-Studio, also es ist für euch. Da müsst ihr auch jetzt mit uns leiden quasi. Wir haben noch eine Zahl aus einer Studie, über die wir kurz sprechen wollten. Ja, ich habe auch noch ein paar Zahlen und dann sind wir eigentlich durch. Weil ich glaube, die Jungs, die legen jetzt wirklich los da drüben. Okay. Ähm. Die Überschrift war so ein bisschen aus der Studie heraus, KI stirbt nicht im Labor, sondern beim Skalieren. 79 Prozent der KI-Projekte in Unternehmen scheitern nach dem Piloten. Und das ist für mich aus meiner Sicht das beste Beispiel für den J-Effekt einfach. Weil der Pilot ist quasi die Delle im J. Du bist unten, du bist im Piloten, du musst Wissen reinpumpen, du musst Geld reinstecken, Arbeitskraft reinstecken. Genau das ist all das. Ja. Und dann kommen die Companies nicht über den Piloten raus. 80% ist krass. Das heißt, 8 von 10 schaffen es nicht, aus diesem J herauszukommen. Aber sie haben es immerhin probiert. Ich weiß gar nicht, was besser ist, Manuel. Ja, aber das im ersten Versuch oder ersten Auflauf es nicht zu schaffen, ist ja auch Teil des J-Effekts. Die Frage ist, kommt der zweite Versuch? Das ist die entscheidende Frage, ja. Genau, also die Frage ist, weil das wäre ja nicht so schlimm. Ja, aber man hat dann schon mal gelernt und es wird einen zweiten Versuch zwangsläufig geben. Ja, also ich hatte ja vorgestern den LinkedIn-Beitrag gemacht zum J-Effekt und da hat ja der Frank drunter kommentiert, was ist denn, wenn du seit zwei Jahren in dem J unten drin steckst. Und da habe ich ja darauf geantwortet, du musst dir die kleinen Erfolge nehmen und musst weitermachen, weil Consistency ist key. Du hast es gestern gesagt, das ist ja ein Prozess, der dauert lange, das ist ja nicht so, hey, wir machen jetzt mal das erste Projekt und sind wieder weg und alles läuft super. So funktioniert es ja nicht. Also du musst schon dranbleiben, ne? Ist ja auch so ein bisschen, also nicht widersprüchlich, aber vielleicht auch bei vielen Leuten im Kopf so ein bisschen, kriegen die es nicht so ganz gegriffen, wenn KI ja eigentlich, alles was KI macht, ist eigentlich immer schnell. Also egal, was du damit machst. Du kriegst schnell einen Text, du kriegst schnell ein Bild, ein Video. Wegen mir eine kleine App, die du baust, eine Website, ist alles immer schnell, schnell, schnell. Aber die Transformation, die Implementierung dauert einfach lange. Sehr lange. Das ist wahrscheinlich die längste Transformation, die man bislang überhaupt machen konnte. Also selbst eine SAP-Integration, die dauert zwei, drei, je nachdem wie groß, kann auch wahrscheinlich zehn Jahre dauern, ich weiß nicht. Aber eine KI-Transformation, egal ob du jetzt ein kleines oder großes Unternehmen bist, die dauert immer mindestens ein bis zwei Jahre. Also bis du wirklich transformiert bist. Weil so ein treibt uns ja gerade. Wir können die Zuhörer ja mal mitnehmen. So ein treibt uns ja gerade auch. Wie ist der Prozess des Wurzelrausreißens und des Installierens eines Second Brains innerhalb einer Company? Das ist ja das, was uns gerade sehr, sehr umtreibt, das Thema, weil wir es selber für uns im Kleinen machen, weil wir es aber auch für unsere Kunden im Großen denken und das ist ja ein Prozess. Genau, für uns, also diese, wir reden immer über Obsidian und Cloud Code und dass wir quasi unser Second Brain aufgebaut haben. Für uns ist es ja auch sehr, sehr einfach, weil wir nur zwei Leute sind, also jeder hat quasi sein eigenes. Jetzt aktuell, wie Marco gerade schon gesagt hat, diskutieren wir darüber, wie sieht das aus, wie sieht eine Oberfläche aus, wie ist das strukturiert, wenn du über einen Second Brand wirklich für eine ganze Firma mit 100, 200 Leuten nachdenkst. Genau, da habe ich jetzt vor zwei Tagen mit angefangen, können wir auch immer mal wieder in den Podcast schmeißen, wir werden uns da jetzt in Zukunft auch mit vielen darüber unterhalten, Feedback einsammeln und weiter ausbauen, testen. Aber ja, es ist eines der wichtigsten Themen,...... die in Zukunft auf Unternehmen zukommen wird,...... eben dieses Second Brain aufzubauen. Weil wenn alle quasi den gleichen Distance-Stand haben, dann... Ja, ich glaube, nicht nur die wichtigste Aufgabe, ich überspitze nochmal, du musst es tun. Du hast keine Chance mehr. Ja, du musst es tun, genau. Du hast keine Chance mehr sonst so. Wir haben gestern teilweise genau darüber gesprochen. Du weißt, ich mache dann manchmal auch sehr deutliche Aussagen. Und ich habe gesagt, wenn... heute-morgen jemand keine KI nutzt und der andere nutzt KI, der andere hat keine Chance. Er hat einfach keine Chance und wird arbeitslos sein. Weil die Frage war dann so, was ist eigentlich, wenn jetzt einer hier in dem Raum in drei Jahren keine KI hat? Ja, der ist einfach arbeitslos. Und der ist auch übrigens arbeitslos als Tankwart. Ja, ist ja das, was Richard Socher gesagt hat. Also du hast einfach keine Chance. Und ich glaube, und das glaube ich wirklich, ist vielleicht eine sehr drastische Aussage, aber wir arbeiten ja gerade für uns auch da dran, Wenn du als Unternehmen nicht hingehst und deine Wurzeln rausreißt und dein Unternehmen auf einer grünen Wiese neu denkst, mit einem Second Brain, was für dein Unternehmen dasteht und Aufgaben übernimmt und wirklich vieles verändert, Job Descriptions anders beschreibt, etc., Zusammenarbeit, Kollaboration findet anders statt, dann wirst du in drei bis fünf Jahren keine Chance gegen einen direkten Wettbewerber haben, der das tut. Ja. Davon bin ich felsenfest überzeugt, weil im Kleinen, bitte, man muss das auch immer ein bisschen einordnen für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, im Kleinen, heißt auf unsere kleine 923 oder auf unsere kleine Octopus Genius bezogen, macht ja mein Second Brain mittlerweile deutlich mehr als mein First Brain. Das darf man ja nicht vergessen. Die meisten Aufgaben erledigt ja mein Second Brain. Und ich habe heute Morgen hatte ich noch ein Schmunzeln im Gesicht, was ich alles getan habe, parallel, was ich ja normalerweise nicht tun könnte. Und wenn eine Company mit 100 Leuten die Power entfacht. Genau. Verrückt. Ja. Ja, es ist immer das, was wir immer wieder sagen. Wenn du 30% effizienter bist, kannst du die Preise, die du noch draußen gibst, 30% reduzieren und gewinnst einfach jeden Kunden. Ich habe noch dazu einen Fakt, den ich gelesen hatte, den wollte ich mitbringen, der passt ganz gut jetzt gerade, wenn ich darf. Mira Moratti ist ja so eine super Ikone in der KI-Welt. Die hat ja jetzt so angefangen, ihr eigenes Lab hochzuziehen und dabei ist rausgekommen, Das fand ich ganz spannend, dass kleine Modelle mit hohem Expertenwissen, also echten Expertenurteilen, große Modelle schlagen. Also der Key ist der Mensch, der sein Wissen reingibt. Ja, 100 Prozent. Das fand ich aber nochmal spannend, auch in Bezug auf, wenn wir sagen, wir sind eigentlich auch schon an einem Stand. Wo du mit kleinen, also mit lokalen LLMs, mit der Power von kleinen, lokalen LLMs, aber mit dem Expertenurteil, was da ist, kannst du schon extrem viel erreichen. Ja, ich teste ja auch gerade Mistral sehr intensiv. Und ich glaube, du bist einfach jetzt auf einem Level, also mehr brauchst du eigentlich nicht. So. Also für all das, was du in Zukunft machst, sind wir auf einem Niveau, das reicht. Es gibt bestimmt irgendwann nochmal so einen ganz kleinen Use Case, der dann wirklich ein großes Modell oder so braucht, aber in der Regel brauchst du das nicht. Aber das ist vielleicht nochmal spannend, also für mich ist es auch spannend, wenn du jetzt den gleichen Case mit Mistral oder Claude machen würdest, würdest du sagen, der Unterschied ist so marginal? Zumindest in den Bereichen, wo wir jetzt aktuell drüber sprechen oder unterwegs sind. Das reine Modell 100%, also in dem Bereich, wo wir sind, was wir aktuell ja noch haben, ist, dass wir Cloud Code in Obsidian benutzen können und dadurch ist der Output schon nochmal besser. Ich versuche jetzt gerade dieses Unternehmens-Second-Brain zu denken, wie man dann sagen kann, okay, wir benutzen nur Mistral, über die API ist es komplett DSGVO-konform, ist das einzige europäische Modell, hast du gar keine Probleme mit, kannst dann auch bei denen das Large-Model und sowas benutzen, musst dir keine Gedanken um Hosting oder sonstiges machen.... das funktioniert sehr, sehr gut. Also für den Case, den wir benutzen. Du musst halt jetzt eher dir Gedanken machen, wie kriegst du das...... Wissen so in eine Vektordatenbank, dass es genauso gut...... funktioniert, wie jetzt in Obsidian drin. Also weil Obsidian ist noch...... wir haben eine kleine Datenbank in Obsidian drin,...... wo alles MD-Dateien drin sind. Und Obsidian selber quasi diese semantischen Verknüpfungen herstellt. Das musst du jetzt aber hinbekommen, dass das auf einer wirklich, also skalierbar ist. Und das kriegst du nur in einer Vektordatenbank hin. Und das versuche ich gerade hinzubekommen, dass man wirklich sehr viele Informationen dann trotzdem noch auf diesem ungefähren Obsidian-Level, wenn man es so nennen möchte, dass man das hinbekommt. Und dann spielt das Modell meiner Meinung nach keine Rolle mehr. Also dann kannst du wahrscheinlich sogar, ja obwohl, du musst schon dann noch ein größeres Modell benutzen, aber. Auch da kannst du für kleine Cases wahrscheinlich ein lokales LLM benutzen, was irgendwie, keine Ahnung, 7B groß ist oder so. Also 7 Milliarden Parameter. Spannend. Ja, ich war wirklich überrascht, was Mistral da jetzt schon so gemacht hat. Wir haben es ja, kann man ehrlich sagen, noch nie getestet einfach. Nee. Wir hatten auch einfach nie den Sinn dahinter. Jetzt dadurch, dass unsere Kunden auch immer mehr in Richtung Unternehmens-Second-Brain gehen, denken wir das natürlich vor. Und deswegen teste ich jetzt Mistral aus. Ich hatte ja letztens in der Folge gesagt, ich will mal Notion ausprobieren. Habe ich direkt sein gelassen, weil ich dann gesehen habe, okay, es macht eh keinen Sinn, weil es nicht DSGVO-konform ist. Lassen wir einfach direkt weg, weil Zeitverschwendung. Deswegen machen wir das jetzt eher so. Ich bin heute Morgen das erste Mal seit sehr langer Zeit bei OpenAI reingegangen, weil ich die neue Stimme testen wollte. Die haben ja jetzt neue Gespräche, neue Stimme etc. Ja, also... Ist jetzt nichts Weltbewegendes. Hat mich jetzt nicht gekillt, so. Mhm, verstehe. Also, das wird halt immer besser. Ja, ja, klar. Punkt, so. Weißt du, was ich meine? Ja, ja, aber auch da sind wir auf einem Level, so. Also, es muss nochmal wirklich ein krasser Sprung kommen, damit man sagt, boah. Boah. Genau. Aber der wird... weiß ich nicht. Also... Ich hab noch einen KI-Tipp, dann sind wir fertig, oder? Mhm, ja. Oder willst du noch was sagen? Nee, wir sind schon lange dran. Okay, mein KI-Tipp geht doch super schnell. Mir ist das nur gestern nochmal klar geworden, weil ich den als KI-Tipp vor Ort gesagt habe und hab den dann nochmal ein, zwei anderen erzählt und alle meinten so, hast du mir noch nie gesagt. Ich dachte, den hätte ich schon mal gesagt. Und ich dachte auch, dass ich den hier schon mal gesagt hätte, aber der lohnt sich wirklich, dass man ihn macht. Wirklich, wirklich. Du kennst ihn. Ich mache fast immer jetzt bei größeren Themen nochmal den Prompt, dass dieses Projekt in sechs Monaten gescheitert ist. Und er dir alles sagen soll, warum das Projekt in sechs Monaten gescheitert ist und dabei sehr kritisch sein soll. Verrückt. Krass. Machst du das ab und zu? Nee. Musst du wirklich mal machen, ehrlich, ohne Scheiß. Du kriegst einfach einen völlig anderen Output. Also wirklich komplett anders. Kann ich echt nochmal, ich habe das ja selber in irgendeinem Insta-Reel mal gesehen. Ich weiß gar nicht, ich habe es geklaut auf jeden Fall. Ist nicht von mir, ich habe es von irgendjemandem geklaut. Also der Prompt ist wirklich, dieses Projekt, dieses Produkt, was auch immer du hast, scheitert in sechs Monaten.... sagt mir alle Gründe, warum es gescheitert ist. Und dann ballert der durch und du kannst halt im Vorhinein alles einmal lösen. Ich habe das vor kurzem zum Beispiel bei einer Seite mit dem Thema Cookie-Consent, DSGVO, hier Datenschutz und so. Da habe ich gesagt, ich werde in sechs Monaten abgemahnt. Sag mir warum. Ja, dann hat der geballert, ne? Ja, geil. Ich bin ein bisschen nervös tatsächlich. Warum? Weil ich nicht weiß, ob ich auf Aufnahme gedrückt habe. Ich bin auf Eis. Nein. Ich gucke ganz kurz. Nein, Mann. Nein. Glück gehabt. Okay, schönes Wochenende. Schönes Wochenende. Bis nächste Woche. Ciao. Ciao. Reden mehr machen
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