Claude gefeuert — warum Bestseller-Autor Ilja Grzeskowitz wieder selbst schreibt
Ilja Grzeskowitz hat mehrere Bücher geschrieben, automatisiert sein Backoffice mit Claude und hat die KI beim Schreiben trotzdem gefeuert. Marco macht genau das Gegenteil. Wer von beiden liegt richtig? Dazu: wo KI beim Buchschreiben wirklich hilft, warum die Gen Z lieber „Chatty" fragt als anzurufen und wie ein Agent Iljas Vortragsanfragen automatisch in Notion einträgt.

Die Kernpunkte
- Zu Gast: Keynote-Speaker und Bestseller-Autor Ilja Grzeskowitz
- Würdest du einen komplett KI-generierten Kinofilm schauen? Marco sagt Nein, Manuel sagt Ja
- KI als Sparringspartner: Warum „Gib mir Feedback" nichts bringt und welche Frage wirklich hilft
- Buch schreiben mit KI: 40 bis 45 Prozent, von der Gliederung bis zum keyword-optimierten Amazon-Titel
- Claude gefeuert: Warum Ilja seinen Newsletter nach fast 380 Ausgaben wieder selbst schreibt
- „KI plus MI": Warum Marco trotzdem auf die Kombination setzt
- Sichtbar in der KI-Suche: Im Kontaktformular kreuzen immer mehr „AI-Search" an
- „KI-Kommunismus, da mache ich nicht mit": Kann sich ein Unternehmen heute noch komplett analog leisten?
- Use Case: Vortragsanfragen laufen per Claude-Agent automatisch in Notion
- Cliffhanger für Folge 2: die Zombie-Ameisen und die Taschenlampe, die an die falschen Stellen leuchtet
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„Die Frage ist nur, kannst du es dir in deinem Business heute erlauben zu sagen, ich bleibe komplett analog?" (Ilja)"
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Transkript
Ich habe ja Claude gefeuert vor einem Vierteljahr. Und ich habe dich auch nicht eingeladen, weil du eine coole Geschichte zu erzählen hast, sondern ich habe dich eingeladen, weil du kein Arschloch bist. Es kam nämlich ein Herr auf mich zu und hat dann hinterher gesagt, also dieser KI-Kommunismus, da mache ich nicht mit. Du, ihr beiden habt ja gesagt, ihr als professionelle Speaker braucht keine Vorbereitung. Deswegen lehne ich mich jetzt in dieser Folge einfach zurück. Also seht es mir nach, wenn ich in einem Podcast mit zwei exzellenten Speakern keinen Redeanteil habe. Das wollen wir mal sehen. Das wollen wir mal sehen. Vielleicht in einem Satz dazu gesagt, bevor Ilja sich vorstellt und sich dafür auch bitte die Zeit nimmt, die sich gebührt. Ich habe noch nie gesehen, dass Manuel sich so auf einen Podcast vorbereitet hat. Das ist korrekt, ja. Also wirklich, ich habe schon nie... Manuel ist, das ist jetzt nicht böse gemeint, ist schon eher der, der morgens hier reinkommt, sich zurücklehnt und sagt, so Marco, wo du mal sprechen wolltest. Weil wir aber auch bislang einmal unseren Nachbarn Thorsten Fucker als Gast haben, einmal... Ich meine, ob wir unseren Pott... Ja gut, das ist was anderes, Marco. Ich versuche immer so ein bisschen mit Fragen zu leiten. Und Manuel kommt immer rein und sagt, lehne dich zurück. Und jetzt, wirklich auf dich bezogen, Ilja, der hat sich sehr gut vor, hat viel gelesen, hat gesagt, ey, super spannender Gast. Also von daher, ich bin sehr gespannt. Manuel wird mehr führen, als du meinst. Aber bevor wir loslegen, wir sind super froh, dass du hier bist, Ilja. Ich habe das eben gesagt und ich sage das jetzt auch im Podcast, was ich eben gesagt habe. Sag es. Nee, ist für den einen oder anderen Hörer vielleicht einer zu viel, aber ist mir egal. Ich habe zu Manuel gesagt, ich habe dich nicht eingeladen in den Podcast, weil ich gesehen habe, was du für ein cooler Speaker bist bei der LKQ-Veranstaltung, wo wir uns kennengelernt haben. Und ich habe dich auch nicht eingeladen, weil du eine coole Geschichte zu erzählen hast, sondern ich habe dich eingeladen, weil du kein Arschloch bist. Weil wir beide zusammen am Flughafen waren und hatten, wie ich finde, einfach eine nette Zeit, haben coole Gespräche gehabt. Ich habe zu Manuel gesagt, das hat mich getriggert, dass ich Bock habe, mit dir einen Podcast zu machen und nicht, dass du auch noch eine coole Geschichte zu erzählen hast. Weil bei uns muss immer Mensch und Story passen sozusagen. Von daher, ich freue mich riesig, dass du hier bist, Ilja. Gerne zwei, drei Sätze von dir zu dir, was du heute machst und wo du herkommst. Also zum einen freut es mich natürlich, dass mein Qualifikationskriterium ist, er ist kein Arschloch. Nee, den nehmen wir mit. Den müssen wir einladen. Einer von 100. Also wenn man sich in der heutigen Zeit so umschaut, dann sagen wir mal so, ist das durchaus gar nicht so verkehrt, mal diese Schablone, diese Sieb drüber zu legen. Also, bin Ilja, haben wir gerade festgestellt, ich bin hier in der Runde zwar vom Aussehen her der Jüngste, aber rein vom Alter her der Älteste, der Nestor, wie man so schön sagt in der Runde. Und ich beschäftige mich... 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, kann man wirklich so sagen, mit dem Thema Transformation, Veränderung, Kulturwandel. Und zwar aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Sowohl wie kann ich selbst mit diesem ganzen Wandel umgehen, der uns gerade beschäftigt. Dieses Thema Psychologie der Veränderung ist mein absolutes Steckenpferd. Aber natürlich auch, wie führe ich mich selbst und die Menschen um mich herum durch Veränderungsprozesse. Ich habe mittlerweile seit 17 Jahren meine eigene Company zu dem Thema. Ich selbst mache sehr, sehr viel Keynote-Speeches, Impuls-Vorträge, wo wir uns ja auch kennengelernt haben, Marco, in der wunderschönen Skaleria in Österreich. Aber auch alles andere, was sich rund um dieses Thema dreht, Workshops, Führungskräfte, Coachings. Und mein zweites großes Steckenpferd neben dem Sprechen, weil ich glaube, das Thema Sprache, ich bin so ein kleiner Sprachfetischist, wenn man das hier lauten darf. Das habe ich mir jetzt... Marco auch eigentlich. Ich sage immer, die Sprache ist eine Waffe. Ja, absolut. Und alles, was wir sagen, sagen wir zuerst zu uns selbst. Also auch das Thema innerer Dialog spielt eine ganz große Rolle, wenn wir uns über dieses Thema unterhalten. Ich schreibe auch eine ganze Menge Bücher. Ich habe mittlerweile schon 14 Bücher veröffentlicht. In sieben Sprachen sind die veröffentlicht worden. Das hilft mir einfach sehr. trage ich natürlich meine Botschaft gerne nach draußen, aber das Schreiben der Bücher zwingt mich selbst, mich mit einem Thema auseinanderzusetzen. Das heißt, immer wenn ich irgendeine neue Idee im Kopf habe, schreibe ich meistens ein Buch dazu, weil es strukturiert meine eigenen Gedanken und ist natürlich auch ein weiterer Baustein meines Businesses, dieses Autor-Dasein. Jetzt ist genau der Punkt, über den wir im Vorgespräch gesprochen haben. Ich habe jetzt schon zwölf Fragen. Das ist immer das, was ich bei mir so ergibt. Ich habe tatsächlich direkt darauf eine Frage, weil es eine superschöne Brücke ist zu unserem Hauptthema. Gibt es irgendeins bei deinen Büchern, wo du irgendwas mit KI gemacht hast? Oder ist alles handmade bis heute? Bis heute ist alles zu 100% handmade. Wobei... Ich habe beim letzten Buch, und mein letztes Buch heißt, wenn ich das hier sagen darf, Ja, ja, tu dich mit, das ist deine Plattform. Im Kopf beginnt die Freiheit, ist unter anderem Spiegel-Bestseller geworden, also ist nicht so schlecht gelaufen, habe ich zum ersten Mal, als ich das Exposé fertiggestellt habe, weil das Exposé, für die, die es nicht wissen, ist wenn du einen einen verlag kontaktiert und es die buchidee vorstellst dann dann schickst du ein exposé in wo quasi drin steht was ist der usp des buches wie stellst du dir das marketing vor machst eine kleine schreibprobe rein also was gibt es für konkurrenz wäre das damit die klar verlage die denken natürlich die leben bücher aber die wollen natürlich auch möglichst viel bücher verkaufen und guckt natürlich passt es zu uns oder nicht und habe ich zum allerersten mal und das war im jahr 2024 dieses Exposé durch Chat-GPT damals laufen lassen und habe gesagt, gib mir mal Feedback aus der Sicht eines Verlages. Und das war so semi-gut, muss ich sagen, damals noch. 2024, GPT, 4.1 oder so. Ich denke, wenn man das gleich heute macht, wird das wesentlich präziser auf den Punkt sein. Das habe ich gemacht, aber das reine Schreiben ist zu 100% ich selbst, weil aber auch... ist das das Gleiche, zur damaligen Zeit einfach die Fähigkeiten der KIs noch nicht so ausgeprägt waren, wie sie das heute sind. Ich finde auch, weil Marco jetzt gesagt hat, Handmade oder nicht Handmade, ich glaube, wir sind mittlerweile an dem Punkt, dass es egal ist, ob du das mit KI gemacht hast oder nicht. Weil ich kriege mit KI ein anderes Ergebnis als du und Marco kriegt ein anderes Ergebnis als wir beide. Also dein Input ist ja entscheidend, was die KI, wenn, daraus macht. Also die geistige Leistung, die ist ja immer noch von dir und nicht jetzt, schreib mir einfach ein Buch, was sich eine Million mal verkauft und die KI legt los. Das passiert ja nicht. Aber spannend. Hatten wir eine sehr spannende Diskussion zu dem Thema Kinofilm. Manuel, würdest du einen Kinofilm, einen Blockbuster gucken, wo du wüsstest, der ist komplett KI-generiert? Würdest du das tun oder nicht? Ich hab Nein gesagt, Manuel hat Ja gesagt. Ja, das ist schwer zu sagen. Aus ersten Impulsen würde ich sagen Nein. Aber ich hab mir auch schon vor... Wie lang ist das her? Den ersten Avatar-Film angeguckt. Da warst du wahrscheinlich noch gar nicht geboren, Manuel. Falsches Spiel mit Roger Rabbit. Oh, den hab ich im Kino gesehen. Ja, ich auch. Zehn, würde ich sagen. Ja, ich war x Jahre älter. Und elf. Ja, und das war so eine Mischung aus Zeichentrick und Real Life. Und wo ist der Unterschied? Also, wenn er gut gemacht ist und die Emotionen triggert, würde ich nicht die Hand dafür ins Feuer legen. Und gut gemacht kommt vom Menschen. Also ich glaube nicht, dass die KI einen Film macht, First Shot, der gut gemacht ist. Also das glaube ich nicht. Von der Story her, von den Emotionen her, das glaube ich einfach nicht. Aber nochmal Rückbezug auf deine Bücher. Dein letztes Buch hast du wann geschrieben? Na 2024. Also bis Anfang 2025 rein und dann ist es Mitte, Ende 2025 erschienen. Und um noch einen Satz zu sagen, weil ich glaube, wo KI extrem... hilfreich ist. Und der Punkt, was du sagst, ist halt die Frage, was gebe ich rein? Also wenn ich jetzt mal, ich habe mein Manuskript und lade das jetzt in Claude oder wo auch immer hoch und sage, gib mir mal Feedback zu dem Buch. Dann sagt Claude, hast du super gemacht. Ja, mega. Aber wenn ich jetzt sage, guck dir mal das Skript an, Und dann sag mir, wie ich es besser machen kann, wo ich Denkfehler gemacht habe und wie es einen noch größeren Einfluss auf meine Zielgruppe XYZ haben kann. Dann zwingt mich die KI, selbst nachzudenken und schafft es vielleicht, mir Lücken in meinen eigenen Denkmustern zu schaffen. Und darum geht es ja, dass wir das als Sparringspartner nutzen, dass ich Perspektiven wechseln kann und dass ich nicht sowieso bestätigt werde in dem, was ich sowieso mache. Meine Frage zielte darauf ab, wenn du im September 26 auf die Idee kommen würdest, ein Buch zu schreiben. Was glaubst du, wie viel Prozent, also auch Themenfindung, Kapitel, egal, es muss ja nicht Buchschreiben sein, aber Sparringspartner, sagen wir immer wieder, ist ein KI auch heutzutage gut. Was glaubst du, wäre es heutzutage irgendwo zwischen 0 und 100 Prozent sozusagen? Was würdest du sagen? Es ist schwer einzuschätzen. Ich gebe mal als Wasserstandsmeldung, als Hausnummer wahrscheinlich 40, 45 Prozent. Und ich sage dir auch warum. Der wichtigste Teil, der längste Teil eines Buchschreibeprozesses, und du kannst so Pi mal Daumen sagen von der, du hast die erste Idee im Kopf, so dieses, da müsste ich mal ein Buch drüber schreiben, oder aus der Idee könnte mal ein Buchprojekt werden, bis hin zu, ich habe das Baby in der Hand am Ende, dauert so Pi mal Daumen anderthalb Jahre, würde ich mal sagen, so im Schnitt. So, und der, und das ist jetzt das, was sich wenige vorstellen können, der einfachste Teil des Ganzen ist, wirklich das reine Schreiben am Ende. Dieses Handwerkliche, was zumindest bei mir am meisten Zeit veranschlagt, ist aus dieser ersten groben, meist sehr vagen Idee, ein Konzept zu machen, so das Buch in einem Satz formulieren zu können, dann eine Gliederung zu machen, eine Struktur, Unterkapitel zu machen, also das Buch quasi gedanklich im Kopf fertig zu schreiben. Das dauert, weil da musst du recherchieren, da hast du Sekundärliteratur, dann kommst du wieder auf was Neues und da kann dir KI sehr, sehr gut helfen, einfach so die ersten Ideen in den Kopf zu kriegen. thematisch was zu strukturieren, mal verschiedene Varianten gegeneinander durchzuspielen. Und wenn das einmal steht, dann musst du es in Anführungsstrichen nur noch fertig schreiben. Und was noch dazu kommt, wo KI auch sehr stark ist, was wir beim letzten Buch auch sehr, sehr intensiv gemacht haben, sind einfach... Kommt aber an, wozu du ein Buch schreibst. Ich sage mal, die meisten Autoren wollen hoffentlich auch eine Menge Bücher verkaufen. Also nicht nur ein Thema haben, was sie im Buch vom Raus machen, sondern hoffentlich auch ein paar Exemplare verkaufen. Und das funktioniert dann besonders gut, wenn natürlich dein Buch auch gefunden wird im Buchhandel. Und wo ist der, ob wir das jetzt gut finden oder nicht, der größte Absatzkanal von Büchern heute? Amazon. Amazon, genau. Und um Amazon... gut bespielen zu können, musst du natürlich ein paar Sachen beachten. Nämlich ist mein Titel und mein Untertitel, sind die Keyboard optimiert nach Keywords, die auf Amazon auch gesucht werden? Wenn nicht, keine Chance. Das heißt, haben wir beim letzten Mal auch gemacht. Also wir haben verschiedene, ich hatte einen ganz anderen Titel im Kopf und haben gesagt Ja, schöner Titel, aber sucht halt keine Sau nach. Also du gehst wirklich nur, damit ich das nochmal richtig verstehe. Ja natürlich. Hätte ich nicht gewusst, offen gesagt. Ich meine, wir machen Online-Marketing, das ist das normalste Game sozusagen. Aber bei einem Buchtitel würdest du, ich sage jetzt mal sehr provokativ, sagen wir mal, du hast deinen 100%-Titel im Kopf. Amazon würde aber sagen, vom Suchvolumen her ist das echt kompletter Bullshit. Würdest du davon abweichen? Es ist sehr, sehr stark davon abhängig, was ist mein Ziel mit einem Buch. Nehmen wir mal an, du bist Speaker, was du ja bist, und möchtest zu einem ganz bestimmten Thema... deine Marke ausbauen oder deine Brand ausbauen und hast einen Titel, der vielleicht auch gleichzeitig im Vortragstitel ist oder zu deinem Themengebiet passt, wo du sagst, dieser Titel, der steht für mich, wird zwar nicht gesucht, aber ich brauche den aus Gründen der Reputation oder des Brandings sofort machen. Möchtest du aber gerne, dass dein Buch von möglichst vielen Menschen gefunden und hoffentlich auch gekauft wird, dann lohnt es sich immer, das Ganze zu Keyword optimieren. Und zwar einfach zu gucken, wonach suchen Menschen, damit dein Buch gefunden wird. Und natürlich auch bei Amazon hast du dieses Kundenkaufen auch, da willst du dann auch gezeigt werden. Und es macht schon Sinn, das zu machen. Und das ist also Keyword-Optimierung, sowohl beim Titel, Untertitel, als auch des Beschreibungstextes ist wichtig. Und dann das Nächste, ist Covergestaltung. Das ist ja wie bei YouTube auch, das wisst ihr ja jetzt mit eurem Podcast auch. Warum klicken Leute bei YouTube auf ein Video? Klar, Thumbnail. Muss sofort rausstechen. Und bei... Amazon ist das Gleiche bei Buchtiteln. Also wenn du nach was suchst und du kriegst irgendwie 15 Buchcover vorgeschlagen und vielleicht noch auf dem Smartphone in so klein, du musst rausstechen. Und auch das kann man natürlich mit A-B-Tests mal durch die KI laufen lassen. Was funktioniert besser? Naja, und so kann man natürlich vom ganz Groben sich immer weiter vortasten. Und ich glaube, da ist die KI auch sehr, sehr stark geworden in der heutigen Zeit. Und dafür sollte man sie auch nutzen. In dem, was du erzählst, hört man raus, dass du sehr technisch affin bist. Hol uns mal ab, was würdest du sagen, wo du so im Bereich KI stehst aus deiner Sicht? Wie nutzt du KI im täglichen, im beruflichen, aber auch vielleicht im privaten? Was glaubst du so für dich, wo stehst du da von der Einordnung her? Ja, ich würde mich schon als sehr technikaffin bezeichnen, aber bei weitem nicht als Technikexperte. Ich versuche mich in alles irgendwie einzuarbeiten, dass ich ein Verständnis davon habe, aber wirklich alles, wo es wirklich auch gerade im Business auf Experten ankommt und wo auch die Qualität wichtig ist. Das würde ich nie selbst machen. Das gebe ich immer ab. Das wird outgesourced, damit da auch wirklich Profis rankommen. Das macht einfach einen Unterschied. Aber ich nutze KI sowohl im Business als auch privat mittlerweile sehr, sehr, sehr viel. Und zwar in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Klar, es gibt ja kaum noch eine App, wo nicht KI drin ist. Also alles, was irgendwie Social Media, Branding, Webseite ist. Ich glaube, man kommt, auch wenn es nicht draufsteht, es ist ja überall im Background irgendwie eine KI drin. Aber ich habe mir natürlich auch für meinen eigenen...... Businessablauf. Ich habe seit 2016 papierloses Büro, was damals eine sehr, sehr schwierige Zeit war. Ich habe dir erzählt, damals habe ich noch ein kleines Team gehabt und das war echt heftig, von diesen ganzen Leitsordnern auf digital umzustellen und auch die Prozesse dahinter. Das hat echt geruckelt am Anfang, aber ich bin heute echt froh, dass wir das schon relativ früh gemacht haben. Und ich habe mir vor einem Jahr mal angeguckt. Weil da hatte ich das Gefühl, vielleicht war ich ein bisschen spät dran, aber da hatte ich das Gefühl, dass die KI so gut geworden ist, dass man auch Dinge outsourcen kann. Vorher habe ich das nicht richtig getraut. Habe überlegt, was habe ich denn an Prozessen in meinem täglichen Office-Ablauf, die immer gleich sind. Und die habe ich aufgeschrieben und da habe ich mal geguckt, wie kann ich die automatisieren. Und da habe ich mir Automatisierungen unter anderem in Cloud gebaut, die einfach jeden Tag um die gleiche Uhrzeit ablaufen. Und mir tatsächlich auch einen großen Teil meiner vermeintlich langweiligen täglichen Prozessaufgaben abnehmen. Und das funktioniert extrem gut, muss ich sagen. Und ansonsten nutze ich KI einfach, wie wir das gesagt haben, als klassischen Sparringspartner für Ideen. Ich nutze das Ganze, um mich selbst herauszufordern im Denken. Aber, wie ich ja auch vor kurzem auf LinkedIn gepostet habe, zum Beispiel beim Schreiben, habe ich Claude auch gefeuert. Habe ich Claude auch gesagt, ja, wir haben es mal probiert miteinander eine ganze Zeit, aber die Tätigkeit übernehme ich dann doch lieber wieder selbst zu 100 Prozent. Weil dein Ergebnis besser ist. Weil da habe ich einen sehr anderen Take zu. Sage ich auch wirklich sehr, sehr häufig. Mein absolut bestes Ergebnis ist immer die Kombination. Also selbst wenn ich selber was schreiben würde, würde ich die Challenge mit Claude machen oder mit Chachipiti oder was auch immer, spielt überhaupt keine Rolle. Lass dir mir immer vier weitere Texte geben und meistens ist, ich sage mal, KI plus MI ist das beste Ergebnis. Selten habe ich das Gefühl, eigentlich nie, kann aber auch an mir liegen, muss ich sagen. Ja, sehr naheliegend, Marco. Ich habe selten das Gefühl, dass meine Version die beste ist. Wenn du sagst, gefeuert heißt, wirklich gefeuert? Also du schreibst wirklich nur noch selber, oder? Ja, ich habe also gerade meine, ich habe ja alle zwei Wochen, es scheint meine Change Monday Impulse, das ist mein Newsletter. Und ich habe dann, als ich gerade in diesen ganzen Automatisierungen, ich will nicht sagen waren, aber ich war so im Fluss und das hat so gut funktioniert. Ich habe gesagt, Claude, das ist meine Struktur für meinen Newsletter, das und das kommt da rein, das ist mein Stil. Und dann habe ich, ja, habe ja auch ganze Skills hinterlegt und habe auch sämtliche meiner Bücher, habe ich hochgeladen und gesagt, analysieren meinen Schreibstil, wie ich schreibe. Ich habe mittlerweile fast 380 Ausgaben dieses Newsletters. Ich habe also alle Archivausgaben auch hochgeladen. Analysiere dir, was die Themen sind, wie die Struktur ist. Und dann mach mir Woche für Woche Vorschläge, wie die nächste Ausgabe aussehen könnte. Und wir haben vorher mal so ein bisschen Brainstorming zum Thema gemacht. Und es war halt trotz der Vorbereitung, trotz des Feintunings, trotz des Feedbacks immer wieder dieses und ich konnte es irgendwann einfach nicht mehr lesen, dieses nicht X, sondern Y. Es ist nicht dies, sondern das. Und ich habe gesagt, nein, wir haben auch im Skill, das bitte vermeiden. Keine M-Dashes, keine nicht X, dann Y, keine was, was die halt immer so an Klassikern haben. Und es ist einfach nicht besser geworden. Und ich konnte diese Texte nicht mehr lesen. Und ich war so viel mit beschäftigt. Das zu verschlimmbessern, das zu korrigieren, dass ich immer gesagt habe, nee, da bin ich viel, viel effizienter, wenn ich das von Anfang an selbst schreibe. Und ich schreibe ja auch gerne. Ich hoffe auch ganz gut. Und es dauert auch nicht acht Jahre, bis ich eine Idee zu einem fertigen Text gehabt habe. Und dann habe ich gesagt, okay, ab sofort wieder komplett selbst. Und es funktioniert einfach super gut. Was nicht heißt, dass ich zu anderen Tätigkeiten oder zu anderen Ideen nicht auch mal die Unterstützung von der KI benutze. Vor allem, wenn es um die Ideenfindung geht, wenn es um Themenalternativen geht oder irgendeine Form von Brainstorming oder Strukturierung. Was ganz witzig ist, ich habe ja genau das Gleiche gemacht wie du. Also wirklich haargenau. Siehst du? Ich hatte 170, glaube ich, 170 Newsletter-Texte. Ich habe die Cloud gegeben und habe meine komplette Webseite bauen lassen. Ich glaube, ich bin schmerzbefrei. Ich wollte gerade sagen, als FC-Fan ist man das, aber du bist HSV-Fan. Ich dachte, das Thema umschiffen wir irgendwie elegant. Also ich glaube wirklich, es ist so ein bisschen eher die eigene Perspektive auf das Ergebnis. Witzigerweise sage ich zu Manuel immer, wenn ich nochmal ein Newsletter schreiben würde, würde ich ihn selber schreiben und ihn nicht schreiben lassen. Sondern ich würde ihn selber Wort für Wort schreiben. Beim Thema Webseite war es mir wichtiger, dass die Sachen gut strukturiert sind, gut auffindbar sind und dass die Themeninhalte drin sind. Und ich bin nicht mehr drüber gegangen. Weil es wären auch irgendwie 180 Seiten gewesen. Da habe ich gesagt, da habe ich keine Lust drauf. Ja, das ist ein gutes Beispiel, weil nehmen wir mal das Thema Newsletter. Bei mir ist es auch genauso. Mein Newsletter ist kein klassischer, ich sammle überall Adressen ein und ballere die da rein, ob die das haben wollen oder nicht. Sondern mir ist wichtig, die Leute, die in meiner Newsletter-Liste sind, die wollen da sein. Und viele sind da seit Jahren und die kommen ja alle zwei Wochen, Montagmorgens, 7.30 Uhr. ist so ein bisschen mein kleiner Motivations- oder Inspirationsschub zum Wochenstart. Und viele schreiben mir, ich lese das immer auf dem Klo morgens oder gehört für mich zum Wochenstart dazu. Also ich kriege echt coole Zuschriften. Fotos. Aber ich glaube, warum das so gut funktioniert, ist einfach, ich habe auch eine Automatisierungssequenz, die hintersteht. Aber auch da schreibe ich ja, das habe ich von Anfang an so gemacht und den Newsletter gibt es auch schon seit fast zehn Jahren, glaube ich. Ich habe das schon immer selbst geschrieben und da steht auch drin, das ist von keiner Agentur geschrieben, von keinem Social-Media-Team, sondern ich persönlich gebe den Leuten Zugang zu mir. Und das heißt einfach, die Leute müssen auch merken, dass ich dahinter bin. Und noch kann die KI nicht exakt so schreiben, wie ich das kann. Und von daher mache ich es selbst bei einer Webseite, spielen ja ganz, ganz andere Sachen eine Rolle. Das muss Suchmaschinen optimiert sein, das muss auffindbar sein, das muss eine gute Struktur haben. Und es muss nicht so persönlich sein, wie jetzt ein Newsletter, der sehr stark von mir als Person lebt. Von daher kann ich das total nachvollziehen. An der Stelle Ilyas Webseite war mit Abstand die beste Seite, die ich je auditiert habe. Und du weißt, ich auditiere jede Seite. SEO geotechnisch. Ja, genau. Als wir uns kennengelernt haben, ich sofort den Website-Check gemacht. Es waren wirklich nur ein paar marginale Themen. Ansonsten alles mega. Der Score war schon von sich heraus sehr, sehr hoch. Ja, auch viele Artikel habe ich auch gesehen. Genau, also viel drauf. In sich selber alle verlinkt und so. Ich dachte mir, guck mal, hast du direkt einen Opener. Ich so, ja scheiße, so geil war der Opener, nicht? Ja, sehr. Doch, da bin ich auch nach wie vor sehr dankbar, weil Marco sagt das jetzt so, die war gar nicht so gut. Doch, doch, komm, die war schon gut. Also du hast die schon nochmal ein bisschen auf Vordermann getrimmt, weil, na klar, habe ich die über Jahre auch seotechnisch sehr gut platziert und auch viel dafür getan. Aber natürlich, dieses ganze Thema bin ich von KI gut auffindbar. Da bin ich natürlich bei Weitem nicht so tief im Thema drin wie ihr. Ich weiß natürlich, dass das wichtig ist und auch relevant ist. Aber naja, von daher bin ich sehr, sehr dankbar, dass du dich dem ein bisschen angenommen hast und mich so ein bisschen an die Hand genommen hast und noch ein paar, paar Prozentpunkte rausgequetscht haben. Und das muss man auch wirklich sagen, ich kriege relativ viel, ich habe ja in meinem Kontaktformular auch diese Anfrage, wie sind sie auf mich gekommen oder wie haben sie ihr ja gefunden? Und da kreuzen mittlerweile sehr, sehr viele an, AI-Search. Ja, ist krass. Das Thema hat... Nee, das ist das wichtigste Thema. Genau, die Kurven laufen so ein bisschen gegeneinander. Du hast jetzt, wann war das, vorgestern, einen Anfall von OpenAI bekommen, du 500 Dollar Werbung schalten willst. Genau, und 500 Dollar geschenkt bekommen. Das Thema wird getrieben. Ja, total, aber ich merke das auch, ich glaube, das ist auch wieder so eine Generationengeschichte und je nachdem, wer auf der Suche ist und ich... Es gibt natürlich immer Ausnahmen, aber die Generation von uns beiden vielleicht, wenn da jemand auf der Suche ist nach jemandem, der einen Vortrag hält oder einen Workshop gibt oder sonst was. Ich glaube, die nehmen erstmal wahrscheinlich den Telefonhörer in die Hand, kontaktieren mal ihr persönliches Netzwerk. Kennst du nicht jemanden, kannst du mir jemanden empfehlen? Dann fangen die wahrscheinlich an, mal Google anzugucken. Und wenn ich mal so gucke, die Generation meiner Töchter, und meine große Tochter ist jetzt 20, die jüngere ist 13, also klassische Generation Z und Alpha, die sagen, ich frag mal Chatty. Ich frag mal Chatty, wie die so sagen. Ragebait. Weil A, würden die sich gar nicht trauen, die rufen nicht an. Also kannst du machen, was willst du, die rufen einfach nicht an. Maxime Sprachenhochricht. Ja, aber dann auch nicht über WhatsApp wie wir, sondern irgendwie so Snapchat. Ja, alles über Snapchat. Aber die... Die wollen ja nicht mit einem Menschen in Kontakt kommen. Kann man jetzt gut finden. Manuel auch nicht. Aber die fragen halt Chatty und sonst was. Und wenn die dann Chatty fragen, ist natürlich für mich relevant, wenn Chatty gefragt wird, will ich, dass Chatty sagt, guck dir den Ilja an. Den musst du kontaktieren. Wir haben im Vorfeld besprochen, dass wir thematisch eventuell ab und zu mal cutten. Und ich hätte noch eine Frage und ich glaube, dann würden wir einen Themenblock mal gerne abschließen, einen Fänger machen für morgen und dann gerne weitermachen. Aber nur, weil es thematisch passt und dann könnten wir das vielleicht abschließen. Du hast eben gesagt, du bist ein halbes Jahr älter als ich, damit wir das ungefähr so einordnen können. Wenn du dir vorstellst, du wärst heute Speaker, weil wir sehen das halt tagtäglich, dass die Generation von uns beiden, X, wie wir heute Morgen gelernt haben, ist noch lange nicht da, wo du bist. Wo wärst du, wenn du keine KI nutzen würdest, wenn du dich nicht so aufgestellt hättest, wie du es gerade sagst? Also du sagst ja Begriffe, die Hälfte der Menschen, mit denen wir reden, kennen die nicht mal. Und wir reden mit Menschen, die auch große Companies, das reden wir morgen vielleicht, also im zweiten Teil nochmal sehr, sehr zu. Du hast Corporate-Vergangenheit, du weißt ja auch, worüber wir reden. Wo würdest du stehen? Wenn das Mikro fallen würde. Wo würdest du stehen, wenn du das alles nicht berücksichtigen würdest, wenn du keine KI nutzen würdest? Also gibt es ja noch genug Prozent. Was würdest du sagen? Also Stand heute wahrscheinlich genau da, wo ich jetzt bin. Was allerdings daran liegt, dass ich ja schon ein paar Jahre Erfahrung auf dem Buckel habe. Das heißt, ich lebe sehr, sehr stark von meinem Netzwerk, von persönlichen Empfehlungen, von Menschen, die mich irgendwo gesehen haben. Das heißt, ich wage die Behauptung, ich könnte mein Business theoretisch auch weiterführen ohne Website, ohne KI-Unterstützung. Aber, und das ist das große Aber, es ist halt wahnsinnig schwierig. Denn auch wenn, wenn ich das so sage, ein großer Teil meiner Anfragen, meiner Lead-Pipeline über... persönliche Empfehlung übers Netzwerk kommt, spielt Suchmaschine, spielt KI einfach eine wahnsinnig große Rolle. Wir tracken das ja so gut es geht und ich würde mal sagen, 20 bis 25 Prozent kommen nach wie vor über entweder Google-Suche oder KI-Suche. Das heißt, Menschen, die einfach blind irgendwo eine Suchmaschine eingeben, wir suchen einen Kino-Speaker zum Thema Veränderung, einen Kino-Speaker zum Thema Leadership und dann ist es einfach mein Anspruch, da will ich auf Platz 1 sein. Ja. Also maximal Platz 2, aber ich will auf Platz 1 sein. Ich könnte heute, habe ich gesagt, wahrscheinlich auch ohne diesen Teil das Business führen. Aber natürlich macht das einen sehr, sehr großen Part aus. Und wenn ich heute anfangen würde, ist es, glaube ich... unabdingbar, dass du sichtbar bist, dass du präsent bist. Weil wenn dich keiner kennt, wie sollen die Leute denn auf dich kommen? Die müssen dich irgendwo in der Suche finden. Du musst im Netz präsent sein. Und ich glaube, auch der Shift von klassischen Google-Suchen hin zu KI-generierten Ergebnissen ist ja auch immer mehr. Das heißt, wenn ich heute bei Google was eingebe, die ersten drei oder das erste Drittel der Seite ist ja sowieso eine KI-Übersicht, die ich bekomme. Und ich glaube, die Leute sind gut beraten, da jetzt langsam mal in die Puschen zu kommen, um da sichtbarer zu werden, weil ansonsten tun es andere. Ja, mit noch vielleicht einer Ergänzung. Es gibt ja auch noch genug, die die Leitsordner irgendwo haben. Also auch darauf zieht die die... jetzt ist das thema papier das thema papier ist ein riesen ich weiß ich weiß er ist ein riesen thema also auch da bist du ja schon sehr weit also wo wärst du wenn du das nicht für dich nutzen würde es auch also ich denke du musst ja mehr output mehr also von irgendwas musst du ja mehr oder mehr zeit ich will es mal so sagen also ich habe mir vor vielen vielen jahren mal eine frage gestellt nämlich wenn ich gut ausreichend geld zur verfügung hätte und mir meinen kompletten tag vollständig frei einteilen könnte was würde ich tun und meine antwort war relativ einfach ich würde wahrscheinlich sehr viel schreiben ich würde sprechen und ich würde content erstellen also mehr oder weniger ideen und ich habe so viele ideen im kopf nach draußen bringen über die verschiedensten kanäle und dann ist halt die frage wie schaffe ich mir möglichst viel freiraum um das tun zu können. Wenn ich jetzt den ganzen Tag damit beschäftigt bin, Leitsordner zu sortieren oder vielleicht Aktenmappen von Büro A nach Büro B zu transportieren und meine ganze Zettelwirtschaft zu organisieren, wäre ich wahrscheinlich drei Viertel des Tages mit solchen Aufgaben beschäftigt. Dadurch, dass ich mir Systeme schaffe, die das automatisieren, habe ich natürlich mehr Freiraum für die Dinge, die ich wirklich tun möchte. Was nicht heißt, dass ich den ganzen Tag jetzt nur das mache, was ich tun möchte. Es gibt natürlich auch noch Sachen, die nebenbei passieren. Aber die Grundidee ist, glaube ich, so, versuch alles entweder zu automatisieren, zu delegieren, was nicht zu deinen Kerndingen gehört, die du gerne tun möchtest. Dadurch, dass ich unsere Zuhörer kenne und die es gerne haben, dass wir vor allem bei solchen Sachen mal mehr ins Detail gehen. Du hast eben schon vor, ich glaube, zehn Minuten oder so mal gesagt, du hast angefangen und hast alle Sachen auf ein Blatt Papier geschrieben, die dich nerven, die repetitiv sind. Dann hast du gesagt, die habe ich quasi umgesetzt und automatisiert. Kannst du irgendwie einen Case ein bisschen detaillierter beschreiben, was du gemacht hast, wie du da rangegangen bist? Weil ich glaube, das hilft auch vielen Leuten, die zuhören, die nicht wissen, wo sie anfangen sollen und was vielleicht schon ein Hebel sein könnte. Ja, also ich kann mal ein Beispiel nennen und zwar aus meinem Business. Das ist quasi klassische Backoffice-Tätigkeit, wenn Vortragsanfragen reinkommen. Kennst du ja auch, du kriegst wahrscheinlich am Tag auch 25 Stück davon. Leider nicht. Und kleiner Exkurs, ich vergesse die Frage nicht. Ich erlebe ja ganz, ganz viele KI-Speaker auch auf vielen Events, weil im Jahr 2026 ist irgendwie, wenn du irgendwo auf eine Bühne kommst, sagst du KI und die Leute applaudieren und du hast das Gefühl, du tickst irgendwie auch eine Box ab, weil alle haben das Gefühl, ich muss mich mit dem Thema beschäftigen, aber die wenigsten machen es wirklich und deshalb hat es mir... Deine Speech hat mir sehr, sehr gut gefallen, weil du konkret warst und weil du auch den Leuten mal so ein bisschen Feuer unter dem Hintern gemacht hast. Ich kann mich erinnern, du hast diese Nullfolie angehalten, hat mir eure Webseiten angeguckt und hier ist die Zahl der Seiten, die auf KI vorbereitet sind, null. Ja, aber das musst du den Leuten auch mal sagen, weil die das Gefühl haben, ja, wir sind ja total gut. Das nur am Rande, also hat mir wirklich sehr gut gefallen. Aber sorry, ganz kurz, da waren 100, wie viele Firmen waren in dem Raum? Menschen, 200, Firmen, 100, genau. Wie viele haben danach quasi Action gemacht? Wie viele sind danach auf mich zu oder wie viele haben was getan? Ja, zwei. Ja. Das ist ja auch real life so. Also das ist ja ein stetiger Prozess dieses Öffnen des Kopfes, sag ich mal. Das machst du ja auch. Ja. Wie viele sind da raus? Wer ist denn außer mir laufen gegangen? Ja, ich kann mich erinnern. An die Veranstaltung habe ich gute Erinnerungen. Es kam nämlich ein Herr auf mich zu und hat dann hinterher zu mir gesagt, also dieser KI-Kommunismus, da mache ich nicht mit. Ja, der Klassiker. Es ist ja okay, es wird ja keiner gezwungen. Die Frage ist nur, kannst du es dir in deinem Business heute erlauben, zu sagen, ich bleibe komplett analog? Ist ja fair enough. Es ist dein Business, deine Entscheidung. Ich glaube einfach, dass die Leute schlecht beraten sind, sich nicht zumindest damit zu beschäftigen und sich zu fragen, warum sollte ich denn KI überhaupt einzusetzen? Und es ist ja nicht, weil der Marco da auf der Bühne steht und das sagt, denn es soll ja hoffentlich auch ein Newscase dahinter gehen. Also jetzt Schritt zurück, mein Use Case, wenn eine Vortragsanfrage reinkommt, war früher so der klassische Fall, E-Mail kommt rein, steht drin, wir würden ihr gerne anfragen, bla bla bla bla. Ich würde das weiterleiten an meine Agentur, dann würde der ganze Prozess an eine Assistentin von mir rübergehen, die das Ganze in unsere Projektmanagement-Datenbank einträgt, mit all den Informationen, woher kommt die Anfrage, über welchen Kanal ist die gekommen, wo soll das Ganze stattfinden. Gibt es einen Ort, wo das geblockt ist? Welche Meetings stehen dahinter? Und das ist jetzt nicht viel, ich sage mal, das Ganze einzutragen, das ist vielleicht pro Anfrage 15 Minuten, 20 Minuten insgesamt, die da Arbeit hinter stehen. Und das läuft mittlerweile alles automatisiert, nämlich in meinem E-Mail-Programm, Superhuman ist also Gmail-Klon mehr oder weniger, da wird ein Label vergeben, Vortragsanfrage oder Speech Inquiry, wenn es was Englisches ist. Und dann... Läuft in Claude, ein Agent im Background, der alle 10 Minuten meinen E-Mail-Inbox abfragt und weiß sofort, wenn eine E-Mail mit dem Label Vortragsanfrage gefleckt ist, dann läuft der folgende Prozess ab. Dann wird das Ganze in die Datenbank eingetragen. Von wem kommt die Anfrage? Welche Organisation ist das? Welche Meetings stehen dahinter? Das heißt, das, wo wir früher 20 Minuten... was ist 15 sein, händisch das Ganze eingetragen haben, läuft heute alles automatisiert im Hintergrund ab. Und naja, das ist erst mal nur 20 Minuten, aber das addiert sich natürlich im Laufe des Tages und spart mir dadurch einfach wahnsinnig viel administrative Arbeit. Und von solchen Prozessen habe ich einfach mehrere, die mir wahnsinnig viel Zeit freischaufeln für die Dinge, die ich wirklich machen will. Und das hast du über Cowork dann wahrscheinlich mit den Konnektoren gemacht? Ja, genau. Du kannst ja, entweder habe ich es über Cowork oder Cloud Code, eins von beiden. Die können sich ja sowohl mit dem E-Mail-Programm verbinden, also auch mit dem Kalender verbinden und auch mit meiner Notion-Datenbank, was wir als Projektmanagement-Tool nutzen. Und ziehen sich natürlich die... Notion-Datenbank. Hatten wir auch mal, Mann. Ja, ja. Ich bin jetzt kein riesen Notion-Fan, aber es funktioniert einfach wahnsinnig gut für diesen Use Case. Und zieht sich halt alle Daten aus dem Kalender, aus dem E-Mail-Programm raus, trägt es in Notion ein. Wunderbar. Weißt du, du hast gerade eine Sache bei mir aufgemacht, wenn ich die letzten 45 Minuten betrachte. Du hast gesagt, du bist kein Nerd, du bist kein Techie. Du bist nicht affin, hast du sogar gesagt, sondern du bist begeistert. Ich bin affin, aber kein Nerd. Kein Profi, würde ich sagen. Wir sagen immer, du hast jetzt eine Viertelstunde gesagt, wir sagen immer, wenn du pro Woche eine Stunde sparst, sind das 52 Stunden aufs Jahr gesehen. Das sind sieben, acht Tage, die du sparst aufs Jahr gesehen mit einer Tätigkeit. Mit dem, was du jetzt gerade beschrieben hast, was eher so für dich jetzt so, ich habe das mal gemacht, war.... sparst du dir wahrscheinlich 10, 12, 14 Tage aufs Jahr gesehen oder mehr,...... wo du schreiben, sprechen oder was tun kannst, was dir Spaß macht. Und das ist oft eine Aufgabe, die wir versuchen, unseren Leuten zu vermitteln. Also entscheidend ist, wie du hast es gerade gesagt, ich habe das einfach mal gemacht, so hast du gesagt. Ich meine, ich glaube, das ist so dein Mindset, das steht überall auf deiner Webseite. Das kommunizierst du, glaube ich, in jedem Vortrag, in jedem Artikel. Das ist eigentlich das Wichtigste, was man den Leuten transportieren muss. Ich würde das vielleicht sogar als Brücke benutzen, um in der nächsten Folge dann darüber zu sprechen, wie man das den Leuten auch richtig transportiert. Kurze Anekdote aus deinem Artikel zu den Zombieameisen. Oh ja, die Zombieameisen. Die Zombieameisen, wo wir jetzt eben schon festgestellt haben, dass wir den genauen Namen der Ameise nicht mehr kennen. Also ich zumindest nicht und wir müssen aber kurz nachschauen. Ich muss nachgucken. Das ist so ein Biologiename. Genau, das bleiben wir bei der Zombieameise. Aber was ich in dem Artikel, ich habe den kurz vor unserem Podcast gelesen und du hast eine Metapher genommen, die ich wirklich sehr, sehr gut fand, die bei mir was aufgemacht hat. Wenn du durch einen Wald läufst oder durch eine Höhle oder was auch immer, dann leuchtest du ja mit deiner Taschenlampe an verschiedene Stellen. Und die Leute, die Angst vor KI haben, die leuchten auch an die Stellen von wegen Jobverlust oder also die leuchten an die Stellen, warum man auch Angst vor KI haben sollte. Und das Thema würde ich, glaube ich, gerne mit in die nächste Folge nehmen, um darüber nachzudenken, wie kriegen wir die Leute dahin, dass sie nicht mehr mit der Taschenlampe an die falschen Stellen leuchten. Dafür ist Elia auf jeden Fall der Richtige. Wir danken schon mal für Folge 1. Also hat mega Spaß gemacht, super kurzweilig. An unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, wir nehmen jetzt die zweite Folge auf. Ihr hört uns morgen zu dem Thema, was wir gerade besprochen haben. Bis später. Tschüss. Ciao. Ich kann nie gar reden, mehr machen.
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