Part 1/3 - KI im Maschinenbau — „Man schafft unwahrscheinlich viel mehr, ohne viel mehr zu tun"
Torsten Fuka führt ein Maschinenbauunternehmen in Köln — 40 Leute, echte Metallverarbeitung, Späne und dreckige Hände. In Teil 1 unseres großen Interviews erzählt er, was sich in seinem Alltag durch KI wirklich verändert hat, warum er kein KI-Programm ausgerufen hat und was er einer Mitarbeiterin geantwortet hat, die fragte: „Bin ich dann irgendwann arbeitslos?"

Die Kernpunkte
- Warum Torsten sich an seinen ersten ChatGPT-Prompt nicht mehr erinnert — und trotzdem heute fast alles anders macht
- „Es gibt kein weißes Blatt mehr" — der Use Case, mit dem fast jeder anfängt
- Was passiert, wenn man effizienter wird, aber genauso lange arbeitet
- Die Maschinen-Analogie, die KI-Skeptiker im Mittelstand sofort verstehen
- Tretroller oder Auto: warum die meisten trotzdem den Tretroller nehmen
- „Bin ich dann arbeitslos?" — die ehrliche Antwort eines Geschäftsführers
- Warum Torsten KI bewusst NICHT top-down ausgerollt hat
- Das Konzern-Anti-Beispiel: Personal Agent für alle — und keiner nutzt ihn
- 43 % hybrid, nur 2 % automatisiert — wo steht ein echter Mittelständler wirklich?
Sprung zu den Themen
„Bei uns kommt in der Produktion morgens keiner hin und sagt: Ich hab zwar hochmoderne Maschinen, aber da hinten steht noch die alte manuelle — dann mach ich das doch da drauf."
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Transkript
Stand mal einer bei dir im Büro und hat gesagt, wann bin ich arbeitslos? Fünf, sechs Monate einfach sagen, dass man so unwahrscheinlich viel mehr schafft, ohne viel mehr zu tun. Ich habe zwar jetzt hier hochmoderne Maschinen, aber da hinten steht jetzt noch eine alte manuelle Maschine, dann mache ich das doch da drauf. Heute bei uns im Podcast KI-Snack Thorsten Fucker. Thorsten! Endlich. Ich weiß nicht, wie oft haben wir den Podcast schon angekündigt, Manuel? Sehr oft. Also ich glaube, wir haben 140 Folgen. Ich sage in jeder zweiten Folge können wir tausendmal. Unser Freund, unser Nachbar, unser Vermieter, unser Partner. Der Nachbar, der Vermieter und ist dann irgendwann Familie geworden. Und jetzt sitzt er hier. Es gibt ihn wirklich. Man kann anfassen. Stimmt, wir haben ihn oft. Manche haben gedacht, den Mario gibt's wahrscheinlich auch nicht. Guck mal, die irren so. Die hauen einfach immer irgendwelche Namen raus. Damit's glaubwürdig klingt. Thorsten, wir fangen bei unseren großen Podcasts, die wir machen, also wenn nicht normal oder nicht alleine sind, sondern wenn wir Gäste haben, fangen wir immer damit an, dass der Gast sich einmal vorstellt. Damit ich nicht wieder Ärger bekomme von unserem Heavy-Hörer Simon Kritikos, dass die Einleitung zu lange ist. In kurzen Worten, wer du bist, was du machst, was deine Firma ist und warum wir gleich über KI sprechen. Mein Name ist Thorsten Fucker, ich bin 48 Jahre alt, meine Hobbys sind Lesen, Schwimmen, Reiten und Radfahren. Nein, also Thorsten Fucker, ich bin Vermieter der beiden, das ist glaube ich so der engste Bezug und ansonsten Geschäftsführer in vierter Generation von einem Inhaber geführten... Maschinenbauunternehmen. Und ja, was gibt es noch zu sagen? Ja, ich glaube, der Ursprung, der Kontakt kam, weil Marco und ich in unserer Kindheit quasi schon in der frühen Jugend was miteinander zu tun hatten. Und so sind wir dann, glaube ich, über Zufall irgendwie vor anderthalb Jahren oder so, oder vor einem Jahr wieder. Ich überlege gerade, wie sind wir zusammengekommen, Thorsten? Ich würde sagen, das war über LinkedIn und dann Post. Und dann müssten wir doch mal und lassen uns mal quatschen und mal einen Kaffee trinken. So ist das passiert? Nein, genau. Thorsten hat mir geschrieben aufgrund eines LinkedIn-Weiters. Und jetzt sollen wir das jetzt... Ja, bitte. Ich warte die ganze Zeit darauf. Wir droppen das jetzt. Dann ging es darum, dass Manuel gesagt hat... Also er kannte dich ja nicht. Dann habe ich zu Manuel gesagt... Ich fahre da alleine hin, weil der Torsten, der will bestimmt einfach nur, wenn er Zelle überfährt. Wirklich genauso. Ich weiß gar nicht. Aber warst du nicht am Abend? Ich war alleine, weil ich zu Manuel gesagt habe, mach du lieber andere Sachen. Ich glaube, wir kamen aus einer Negativ-Serie von Terminen. Und dann habe ich gesagt, Marco, ist da was hinter oder nicht? Und Marco war eher so... Ja, ich kenne ihn von früher. Ich glaube, wir reden einfach viel über früher. Und dann weiß ich noch genau, dann war der Termin. Und dann haben wir sehr intensiv über KI, Transformation, Digitalisierung gesprochen. Ich bin wiedergekommen, hab den Manuel angefangen. Er war eben beim ersten... Nein, dann habe ich zu dir damals gesagt, ey Manuel, wäre, glaube ich, nicht schlecht gewesen, wenn du dabei gewesen bist. Und dann haben wir sehr zügig einen Follow-up-Termin gemacht. und sind eigentlich dann über die Zusammenarbeit auf die Idee gekommen, dass du gesagt hast... Über die Webseite. Genau, drüben. Wir haben die Webseite neu gemacht und darüber sind wir dann irgendwie drauf gekommen, dass hier Büros und vorheriges Büro Vor- und Nachteile und so kam das. Und dann sind wir hier hingezogen und unterhalten uns mittlerweile... viel über das Thema Digitalisierung, Transformation und vor allen Dingen KI. Wir haben einen KI-Podcast hinter dir, stets groß, KI-Snack. Deswegen meine erste Frage an dich. Kannst du dich noch daran erinnern, wann du das allererste Mal irgendwas in irgendein LLM, Chat-GPT, was auch immer, reingetippt hast? Und weißt du auch noch, was das war? Wir beide unterhalten uns oft darüber, was war eigentlich die erste Frage, die wir gestellt haben? Ich weiß es nicht mehr. Und wir wissen es nicht mehr. Weißt du es noch? Nein, also ich... Vom Zeitraum würde ich behaupten, dass es mit Sicherheit die anderthalb Jahre oder so halt her sind, wann das so irgendwie in aller Munde war und jeder mal ein bisschen was probiert hat. Also ich will jetzt nicht sagen, dass ich am Anfang ein Kochrezept irgendwie angegeben habe, aber wahrscheinlich, ja, aber irgendwie so, wahrscheinlich was ganz Sinnbefreites, also mit Sicherheit. Also kann ich mich aber nicht mehr dran erinnern. Kannst du denn noch, weil wir haben da letztens über unseren Aha-Moment so ein bisschen gesprochen, als wir das gesehen haben, was dann so sich bei uns so ein bisschen getan hat. Weißt du noch, was für einen Impact das auf dich hatte? Also hast du das einfach eher so abgenickt, dass das quasi so passiert und du gibst Text ein und kriegst relativ schnell auch wieder eine passende Textantwort zurück? Weil das gab es ja vorher noch nie. Hast du einfach, ja, okay, alles klar, Chechi Biti ist jetzt einfach auch da. Oder war das für dich so, okay, krass, da ist irgendwas passiert, was es so vorher nicht gab? Also wenn ich das jetzt wirklich versuche zu rekonstruieren, die ersten war das wahrscheinlich so, dann hast du mal was eingegeben, dann hast du ein Feedback bekommen, dann hast du es dann auch mal wieder nicht mehr benutzt. Ich würde mal behaupten, dass es am Anfang auf dem Rechner hat und danach als App. Dann hast du mal so ein bisschen was probiert und hast dann vielleicht mal ein paar Fragen eingegeben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es am Anfang genutzt habe, um formulieren zu können, weil ich bin nicht so gut, vor einem leeren Blatt Papier anzufangen. Da bin ich wirklich nicht so gut, sondern halt wirklich zu sagen, ich glaube, ich habe meinen Gedanken früher auch fast alles noch geschrieben. Per Hand. Ja, so schön auf der Tastatur erstmal stundenlang. Ein Fingersystem. Ja, vor allem habe ich auch am Anfang gedacht, das kannst du ja vor so einer KI, da musst du auch richtig schreiben. Dann hast du auch am Bildertag... Du hast ja schon alle mit dem Danke-Bitte geschrieben. Ja, ja, natürlich. Und sehr geehrte... Hallo, bist du gerade da? Sagt übrigens derjenige, der die KI beleidigt. Nur um das mal eins warst. Ja, gut. Nee, aber so wird das angefangen haben, weil ich, wie gesagt, besser darin bin, wenn ich irgendwas dann schon habe, wo ich dann meine persönliche Note reinbringen kann. Also ich behaupte, dass das mit Sicherheit der Anfang war. Aber das ist einer der größten Use Cases, wie wir immer sagen, es gibt kein weißes Blatt mehr. Also du stehst nicht mehr irgendwie ideenlos, du kannst dir zumindest die ersten Ideen geben lassen oder die ersten Grundformulierungen geben lassen und kannst dann weiter damit arbeiten. Also schon einer der ersten Cases, die wir auch immer gesehen haben. Nichtsdestotrotz, ich reite weiter auf dem Aha-Moment rum, irgendwas muss ja passiert sein, dass du dann gesagt hast, jetzt schreibe ich dem Marco. Also da muss ja mehr passiert sein als, ich sehe ein paar Formulierungen so. Du hast mir ja nur geschrieben, weil du für dich auch den nächsten Schritt gehen wolltest, für deine Firma den nächsten Schritt. Also an dem Post kann ich mich jetzt nicht, also ich weiß jetzt nicht mehr, welcher Post das war. Ich glaube, das war aber zu einer Zeit und das ist überhaupt gar nicht wertend, dass wir zu der Zeit vielleicht eine Agentur hatten, die das in diesem klassischen Modell gemacht haben. Ja, man müsste mal, egal welche Änderung an der Webseite, dann ging das wieder fünfmal hin und her und nochmal, dann musste man der Text da drüber gucken und der Grafiker. Und das war halt irgendwie immer so, die Einstiegshürde ist dann immer so groß, weil du halt denkst, boah, für eine kleine Änderung bist du jetzt wieder dreimal hin und her und bezahlst wieder sechs Leute, wo du dann immer so eine Webseite klassisch jahrelang teilweise unverändert gelassen hast. weil du halt nicht immer direkt diesen Riesenbauch da irgendwie aufmachen wolltest. Und ich weiß gar nicht, ob ihr das am Anfang, was der Aufhänger war, und wir sind ja, glaube ich, gestartet auch bei diesem ersten Gespräch von wegen, ach, schön, dich zu sehen, weil wir hatten das ja davor das letzte Mal gesehen, auch in einem beruflichen Kontext, noch mit einem vorherigen Unternehmen. Das war ein Kunde von uns, für den du auch tätig warst. Stimmt, stimmt. Und da haben wir aber schnell gemerkt, dass wir zwar in der gleichen Branche unterwegs sind, aber keine Überschneidungen halt haben. Kann man ruhig sagen. Ich habe ja damals für Schindler den Digitalvertrieb von dem Produkt Dorshow gemacht, wie wir die Aufzugstüren von außen als digitale Werbefläche bespielt haben. Und wir waren ja fast schon weltweit aktiv damals, weil wir das Produkt hatten. Und dann sind wir so zusammengekommen, weil du natürlich auch in der Aufzugswelt unterwegs bist, haben uns damals Gedanken ausgetauscht, aber sind nicht zusammengekommen. Ja, weil es halt Nullüberschneidung war. Und ich glaube, wir haben uns dann am Anfang zusammengesetzt. Erst mal, was macht ihr jetzt? Und dann sind wir sehr schnell auf Möglichkeiten gekommen. Ich glaube, wir hatten aber das Thema, KI war dann noch gar nicht im Vordergrund, sondern dass ich glaube ich, den Wunsch irgendwie geäußert habe, ich hätte gerne jemand anderen, der uns, ich sag mal klassisch, die Webseite baut. Also so war das damals halt noch. Und so sind wir, glaube ich, dann hast du dann gesagt, nee, bei uns ist das viel einfacher, weil wir machen das jetzt ganz anders. Und das ist am Anfang auch total gar nicht greifbar, wo du sagst, ja, ne? Ich erinnere mich durchaus an skeptische Blicke und auch skeptische Fragen. Weil du sie immer hast. Also weil du halt, jeder erzählt dir erstmal. Zu Recht auch. Also guck mal, du hast ja, egal mit wem du sprichst, es gibt ja keine Webseite, die eröffnet, wir sind eigentlich gar nicht so gut in dem, was wir tun. Also das heißt, das ist ja natürlich, sagt erst mal jeder, nee, klar, also bei uns bist du super aufgehoben und wir sind die Geilsten. Also das ist geil. Man muss dazu sagen, Thorsten war einer unserer ersten Kunden. Genau. Thorsten war einer unserer ersten Kunden, der uns damals sehr vertraut hat, weil, das muss man dazu sagen, wir haben ja nicht nur dein Frontend, also deine Webseite im Frontend gebaut, sondern wir haben ja auch, nicht wir, sondern Manuel damals im Backend gebaut. ja auch dein Katalog ein bisschen verändert. Ja, genau. Das System des Katalogs. Und das war nämlich der Aufhänger, genau. Und das war das Ding, dieser Katalog, der war halt vorher, ich gehe jetzt mal ein paar Jahre zurück, dann hieß es so, boah, Responsive Design, eine Webseite, Mensch, die kannst du auch am Handy öffnen. Das war so, boom, jetzt, ne, so. Und dann war mal dieser Katalog, das war mal so der größte Pain, weil das war so, boah, das ist so kompliziert und da ist jede einzelne Seite, ist ein Riesendrama und dann ist wieder irgendwas im Backend ausgestiegen, dann funktioniert wieder nichts. Und dann saßt du halt vor mir so, das ist doch kein Problem. Also sehe ich kein Problem. Klar, das war der Termin noch ohne ihn. Man sehe, dass ich ein guter Verkäufer bin. Also ich sehe da jetzt nicht so das Problem. Und das war im Prinzip dann, wo wir dann das nächste zusammen gesessen haben. Und du dann auch sagst, das wird das ganz anders machen. Und das ist halt, ich glaube, das war so ein bisschen auch der Hauptaufhänger, wenn mir jemand sagt, nee, das ist... Würde ich jetzt mal ganz anders machen, weil das ist ja im Prinzip das Kernthema jetzt, dass man halt durch KI halt Dinge einfach anders macht als die letzten 30 Jahre oder was auch immer. Was machst du heute komplett anders, wie du es vor zwei Jahren gemacht hast durch KI? Eigentlich fast alles. Also ich glaube, ich begebe mich regelmäßig in die Gefahr, dass irgendwelche Leute meinen, sie müssten mal irgendwen rufen, der mich mal einfängt, weil ich andauernd da stehe und irgendwie laber, ja, Mutterseelen alleine, weil ich halt von dem möglichst fehlerfreie Tippen am Computer natürlich dazu übergegangen bin, möglichst viel mit all den Clodes und Chat-GPTs zu reden und das mache ich wirklich, wann immer ich Gedanken halt habe und die habe ich eigentlich immer, also das ist irgendwie... Das ist schon nicht selten passiert, dass ich irgendwo auch alleine stehe und da irgendwie natürlich über Kopfhörer, gut, es kann auch telefonieren sein. Nee, eigentlich alles. Also beruflicher Kontext, privater Kontext habe ich für mich immer noch so ein paar Räume, wo ich sage Nee, das brauchst du jetzt irgendwie nicht. Kann auch wenn ich zu Hause bin, kann ich auch gut und gerne mal einen kompletten Sonntag das Handy irgendwo liegen haben und pack's halt gar nicht an. Das passiert schon. Aber ich würde sagen, dass sich in meinem Alltag, gerade im beruflichen Alltag, hat sich eigentlich alles verändert. Würdest du behaupten, wenn du in deiner Unternehmung, sagen wir, du hättest noch nie Kontakt zur KI gehabt. Jetzt, heute. Heute, bis heute, kein Kontakt zur KI, gar nichts. Wäre in deiner Unternehmung irgendwas anders? Nein. Also gerne auch mal zwei, drei Sätze zu dem, was du tust. Genau. Du hast ja einen großen Anteil bei euch als Produktion. Genau, was ich gerade sage. Also man muss ja dazu sagen, oder ich hätte die Frage jetzt mit Jein beantwortet, einfach aus dem Grund, dass wir es noch nicht so einsetzen oder nutzen, wie ich es mir wünschen würde. Das hat aber ganz unterschiedliche Gründe. Muss jetzt vielleicht nochmal dazu sagen, wir sind hier am Standort Köln mit ungefähr 40 Leuten unterwegs, haben hier noch eine Produktion, also Metallverarbeitung richtig mit Spänen und Händen dreckig machen, wo wir die letzten Jahre halt immer gemerkt haben, auch durch unsere Produktion, Einzelteilfertigung, schwere Bauteile ist also die... wie es in anderen Bereichen, wie man sie machen kann, ist nicht so einfach. Das bedeutet, dort ist auch noch ein hoher Bedarf an Fachkräften, an Individualität, an Fähigkeiten, sodass ich würde sagen, wir dort in dem Bereich haben wir viel vor. Da seid ihr ja auch in nicht unerheblichen Teilen halt irgendwie schon mit dabei. Aber man merkt, dass man im administrativen Bereich erst mal angefangen hat. Dann hat man Kollegen angestiftet, wo sich viel ändert. Wir aber natürlich, wie jetzt alle merken, naja, das ist jetzt doof, wenn jetzt jeder vor sich hin irgendwie arbeitet und man wegen mir in ChatGBT auch in einem Team arbeitet oder was auch immer. Ist alles schick und alles schön. Aber da ist, glaube ich, der nächste wichtige Schritt, dass man das irgendwie so ein bisschen sortiert, strukturiert aufbaut. Und ich glaube, wir haben jetzt schon, glaube ich, wahnsinnig viel verändert, aber es ist noch jede Menge, was irgendwie noch bevorstehen kann, weil das Ziel muss halt einfach sein. KI ist ja nicht so die Allheillösung, dass du sagst, jetzt hast du KI und jetzt ist alles schick und alles schön. Aber der Gedanke sollte halt schon sein, dass man die Möglichkeiten, die man hat, nutzt. Bei mir persönlich ist es halt so, ich würde jetzt einfach die letzten fünf, sechs Monate einfach sagen, dass man so unwahrscheinlich viel mehr schafft, ohne viel mehr zu tun. Also man wird so viel schneller und besser in dem, was man halt tut und so viel strukturierter und... Aber es ist eine spannende Diskussion, die wir auch häufig führen. Das Thema, du wirst effizienter, was passiert dadurch? Weil wir sehen dich ja durchaus auch regelmäßig hier. Du machst ja jetzt nicht viel mehr Urlaub als früher oder bist viel weniger hier oder was auch immer. Das heißt, zeitlich gesehen bist du schon genau so lange hier. Also das heißt, du hast deutlich mehr Output, bist deutlich effizienter. Was hat sich verändert für dich so? Es ist einfach, dass man viel mehr schafft. Also dass du halt wirklich sagst, du kannst einfach Themen schneller bearbeiten. Du hast die Dinge, es geht nicht mehr so viel da durch. Wenn du es halt wirklich konsequent machst, dass du die Aufgaben nachverfolgst, dass du dir Meeting Notes machst oder wie auch immer, wenn du das jetzt in... ob Serien oder wie auch immer, einfach dafür nutzt, um auch zu sagen, ich kann mir nicht alles merken, ich kann mir nicht alles behalten. Vor allem, ich bin schon ganz gut da drin, mich auch noch zu erinnern, was war vor drei Monaten. Aber das ist ja bei der heutigen Informationsdicht, ist es ja schier unmöglich, dass du das alles noch auf dem Schirm hast. Und ich glaube, das sind halt einfach so die Klassiker. Zu der reinen Zeit ist es ja so, ja, ich bin genauso... oft und viel hier aber ich meine ihr kriegt damit wir haben jetzt gerade dieses ganze gebäude irgendwie entwickelt das war noch vor dem jahr war das jahr hatte das erste büro der rest war so lag brach durch die vorherigen eigentümer ja auch so ein bisschen runter gerockt und jetzt haben wir das studio wir haben darunter produktionsflächen errichtet und alles sagen und das kann mir ja auch ein Stück weit KI-Lösungen nicht abnehmen, aber andere Dinge, Tagesgeschäfte. Du hast halt eigentlich Zeit dadurch gewonnen, die du jetzt dann für die Entwicklung des Gebäudes ja eigentlich, also hättest du wahrscheinlich im damaligen Alltagsgeschäft nicht so locker einfach weggewuppt und Ich will sogar behaupten, dass man dann gesagt hätte, geht ja nicht, das wird schon einer mieten irgendwie und ja und gut, aber einfach, ich finde das, also vielleicht kann man es so sagen, ich habe die Chance gehabt, dass man sagt, man kann sich in anderen Themen einfach wieder mehr entfalten. Man kann wieder kreativer sein. Auch wenn wir jetzt bei uns nebenan dann halt in Teams irgendwie arbeiten, dass man halt einfach sagt, das ist finde ich so ein Unterschied. Ich will jetzt auch mal sagen, wir haben jetzt zum Beispiel eine studentische Aushilfe, ein junger Kerl, der einfach wahnsinnig tolle Arbeit macht. Und da merke ich jetzt schon, der ist Anfang 20 und das war auch vor einem Jahr oder so. Wo dann auch ein älterer Kollege sagt, ach, was machst du jetzt mit einem KI-Tool? Und der hat den so angeguckt, so, hä, hä, wie, hä, wieso nicht? Also, wie geht's sonst? Also, ne, du merkst halt, dass... Selbstverständlichkeit einfach. So, und wir haben halt das Glück, dass wir einfach vergleichsweise ja auch nebenan nicht ganz so, vom Durchschnittsalter nicht ganz so eine alte Truppe sind. Und wenn du dann halt immer dann junge Leute dann noch irgendwie dann dabei hast, die tragen das auch so viel selbstverständlicher mit. Mhm. Ja, also die bringen von sich aus dann neue Ideen. Also ich merke jetzt gerade jetzt hier mit diesem Studenten, dass wir halt immer sagen, ah, das kannst du machen, dann können wir das so mitmachen, dann schieben wir das von hier dann halt bei Loveable rüber und dann wieder zu Notebook LM und was auch immer. Das ist gefühlt irgendwie jetzt schon als geworden. Also da denkt man überhaupt gar nicht mehr nach. Ich nutze jetzt den KI-Tunnel. Also wir hatten jetzt eben, kurzer Topic-Switch, wir hatten jetzt eben kurz einen Call, einen Kennenlern-Call mit einem Podcast-Duo, Longevity Decoded heißen die. Die haben auch einen Podcast über Longevity, mit denen haben wir kurz gesprochen, weil die jetzt im Kölner Podcast-Studio hier eine Folge aufnehmen wollen. Und wir wollen auch eigentlich mit denen dann so eine Medizinerfolge machen. Und Marco hat dann auch wieder gesagt, kennt ihr eigentlich Richard Socher und wisst ihr, was Richard Socher gesagt hat? Und der hat dann gesagt, es wird in ein paar Jahren keinen mehr geben, der sagt, ja ne, ich mach das nicht mit KI, sondern ich mach das mal manuell oder so. Also es gibt nur noch das, was jetzt quasi die Aushilfe, die studentische Aushilfe quasi gesagt hat, nämlich ich mach's direkt mit KI. Also es ist keine, die Entscheidung gibt's eigentlich gar nicht mehr. Die gibt's jetzt aktuell wahrscheinlich noch, weil du irgendwie eine ältere Generation hast, die... das noch nicht so geil findet, aber irgendwann wird der Punkt kommen, dass da nicht mehr drüber nachgedacht wird. Und das wahrscheinlich auch in, also ich meine, bei euch geht es ja eher um Maschinenbau. Das ist jetzt nicht, dass ihr eine Marketingagentur seid und irgendwie Webseiten baut. Und deswegen, also das ist halt, du denkst halt nochmal ganz, ganz anders, egal in welcher Branche du bist. Ja, aber es ist ja nicht, dass ich jetzt sage, ich nutze jetzt KI. Das ist ja auch bei uns, kommt ja jetzt auch in der Produktion morgens keiner hin und sagt, hm. Ich habe zwar jetzt hier hochmoderne Maschinen, aber da hinten steht jetzt noch eine alte manuelle Maschine, dann mache ich das doch da drauf. Sondern natürlich nutzt du immer die bestmöglichen Werkzeuge. Das ist eigentlich ein gutes Beispiel, weil das, glaube ich, in der Hinsicht viel deutlicher und einfacher den Leuten wahrscheinlich fallen würde, die neue Maschine zu benutzen. Das ist wirklich ein sehr gutes Beispiel. Da habe ich noch nie drüber nachgedacht. Aber das ist perfekt, weil im Handwerk, also im Handwerk vor allen Dingen, du bist jetzt im Dachdecker und es kommt irgendwie eine neue... keine Ahnung, Bohrmaschine, Kreissäge, was auch immer, raus, die einfach besser ist, dann würde kein Mensch mehr die alte benutzen. Du kannst es total plakativ machen. Du hast es mega eilig. Du musst in einer halben Stunde irgendwie 30 Kilometer entfernt sein. Und da steht irgendwie ein Auto, wegen mir ein E-Bike und ein Tretroller. Dann nimmst du auch nicht den Tretroller, weil du sagst, ja, aber der... Ja, oder du bist Marco und läufst einfach mittlerweile nicht so schnell. Ja, gut, aber das ist... Aber Thorsten... Ich bin gespannt, wann der Schrimmkutter kommt. 90 Prozent machen das. Weil sie es immer genommen haben. Vor allem, wenn du das aufs KI-Thema transportierst. Nur aufs KI-Thema gezogen. 100 Prozent. Deswegen ist ja schön, wie du das so schilderst und dass das bei euch eine Selbstverständlichkeit ist. Aber wir sagen immer Zahlen, sorry. Natürlich stimmt die. Ich habe die nicht verifiziert, diese 90 Prozent, sondern das ist eher aus dem Bauch heraus, was wir sagen. Ein Großteil der Menschen, um es mal so zu formulieren, würden in deinem Beispiel nicht irgendwie ins Auto einsteigen oder aufs Motorrad steigen, sondern würden mit dem Tretroller fahren. Weil sie schon immer mit dem Tretroller gefahren sind. Und das ist schon eine Sache, die wir merken und spüren. Und selbst wenn du sagst, guck mal, du kannst mit dem Auto so schnell dahin kommen, dann sagst du, ja, aber mit dem Tretroller, da weiß ich, wie das funktioniert, ich mach das. Ja, aber für mich ist ja auch gar nicht die Sache, dass ich jetzt sage, also pass mal auf, ich renne jetzt hier jeden Morgen lang und schrei irgendwie in der Firma alle an, nutz KI, nutz KI, sondern es geht ja auch darum... Lösungen anzubieten für die Kollegen, die sie unterstützen. Ich nehme jetzt mal die nächste Idee, die wir jetzt dann halt gemeinsam haben, dass ich jetzt einfach sage, ey, mega, das ist ein Tool, das hilft mir, das hilft mir für meinen Alltag, das macht mich schneller und besser. Ob das jetzt eine KI ist oder nicht, den Gedanken soll ich einfach gar nicht machen. Ja, also das soll ja einfach, das ist ja, nochmal, also ich nehme jetzt den Beispiel zu unserer Produktion. Wir kriegen jetzt übernächste Woche wieder eine neue Maschine. Die andere hat halt nach 20 Jahren auch ihren Lebenszyklus halt durch. Ja, klar. Ja, und natürlich nimmst du dann nicht exakt die gleiche, sondern du sagst halt, okay, was gibt es in der Zeit Neues, wie wir einfach im gleichen Prozess noch ein bisschen besser, ein bisschen schneller werden können. Das ist ja... Es ist eigentlich logisch, dass du das tust. Stand mal einer bei dir im Büro und hat gesagt, wann bin ich arbeitslos? Nein, weil ich das aber auch aktiv allen Leuten immer sage, dass wir, das muss man noch dazu sagen, wir haben Gott sei Dank das große Glück, dass bei allem, was wir im Moment in Deutschland haben, von wegen Deindustrialisierung und was auch immer, was auch Tatsache ist, keine Frage, haben wir halt das Glück, dass wir nach wie vor wachsen, dass wir neue Potenziale ausschöpfen, obwohl wir, haben wir ja auch gestern noch drüber gesprochen, eigentlich in dem Sinne kein Marketing machen und nix. Ich halt einfach nur sage, wir haben eine Tatsache, dass es immer schwieriger ist, die richtigen Leute zu finden in gewissen Bereichen. Und dann kann ich halt sagen, wie jetzt vor einem Jahr, das ist ein Jahr her, da sagte eine Kollegin auch bei den ersten Gedanken, ja, dann bin ich ja irgendwann arbeitslos. Ich sagte auch, weißt du, im Moment ist es doch so, dass du ganz oft sagst, ich weiß nicht, wie ich das alles hinkriegen soll. Ich möchte die Leute nicht arbeitslos machen, sondern ich möchte für die Tätigkeiten, die eine KI noch nicht machen kann, dass die Leute, oder vielleicht auch nie machen soll, keine Ahnung, dass die Leute dafür mehr Zeit übrig haben. Dass andere simple Prozesse einfach erledigt werden, die passieren. Und dass man sich mehr darauf konzentrieren kann, für das, was im Moment der Mensch noch den absoluten Mehrwert bringt. Hast du das ganze KI-Thema, das weiß ich jetzt wirklich nicht, deswegen wirklich als offene Frage, du hast das ja nicht so richtig, ich sag mal, organisatorisch in dein Team reingetragen. Das war ja nicht so, hey, wir kommen mal alle zusammen und wir reden jetzt über KI und wir machen ein KI-Programm oder wir machen KI. So hast du es ja eigentlich nicht gemacht. Ja, da sind wir jetzt so ein bisschen was dran. Also das sind ja jetzt, so sage ich mal, die Themen noch für den Herbst, dass wir das so ein bisschen flächendeckend ausrollen. Ich eigne mich nicht dazu, jetzt wie gesagt vor die Leute zu treten und zu sagen, tschakka und jetzt ist alles toll oder wie auch immer, sondern ich bin da vielleicht eher so gepolt, dass ich sage, wir probieren das jetzt, solche Neuerungen immer erstmal mit einem kleineren Team und wenn das dann funktioniert, dann kannst du es ausrollen. Weil ich nämlich einfach vermeiden möchte, dass du dann so eine Nummer hast, also ich kenne es von einem... großen Konzernen, will ich jetzt auch nicht näher drauf eingehen, die haben dann schon zum Beispiel so eine Lösung, dass jeder so seinen Personal Agent hat. Das wird dann irgendwann mal ausgerollt und das ist dann da. Die Leute haben dann auch so eine Chaka-Präsentation bekommen. Jetzt ist alles fancy. Und kaum einer nutzt es, weil es sind keine wirklichen Use Cases vorgegeben worden. Es wird aber auch nicht der Umgang damit beigebracht, weil das ist natürlich... Oft will das Management doch einfach nur einen Haken setzen. Sorry, wenn ich das so... Ja, wir müssen... Wir haben KI eingeführt, hatten wir jetzt hier eine Lizenz. Wie, du machst damit nichts? So, genau. Erst fing es an, ja, wir müssen alles digitalisieren. Dann haben sie alle gedacht, so, jetzt haben wir alles eingescannt, was wir in Ordnung haben, jetzt sind wir digitalisiert. Hast du alles eingescannt, was wir in Ordnung haben? Ja, haben wir gemacht, haben wir gemacht. Das machen wir aber nicht selber, sondern das machen wir mit der Caritas, die hier in der Nachbarschaft sind. Kann ich immer nur anbieten. Die machen das mega. Das heißt, also das ist erledigt. Nur das alleine bringt mir noch nichts. Jo, ich muss jetzt einmal weniger irgendwo hinrennen und einen Ordner suchen. Also den richtigen Mehrwert habe ich halt noch nicht. Und das finde ich halt bei solchen Sachen auch, wenn ich den Leuten sage, guck mal, jetzt hast du hier einen Zugang zu was auch immer. Viel Spaß. Und man den Leuten aber auch nicht vorlebt, wie geht es, konkrete Sachen mitgebt oder vielleicht am Anfang auch mal im Team damit arbeitet. Das ist halt das viel Entscheidendere. Ich würde den Block gerne abschließen. Wir hatten das wirklich vor kurzem, das ist noch gar nicht so lange her, vor ein paar Folgen. Wir unterteilen die Arbeitsweise eigentlich immer so in manuell, hybrid und dann automatisiert. Die letzten Zahlen, die wir dazu gehört haben, war das irgendwie so 43 Prozent. Jetzt wissen wir aber nicht, wo genau. Aber irgendwo 43 Prozent hybrid arbeiten und nur 2 Prozent automatisiert arbeiten sozusagen. Und der Rest halt quasi noch manuell arbeitet. Wenn du jetzt so deine gesamte Firma betrachtest, auch inklusive Produktion, wo es natürlich nicht immer einfach ist oder wo es anders digitalisiert ist und anders automatisiert ist, wo würdest du dich sehen und was bedeutet das für dich in deinen nächsten Schritten, wo du die Firma hinbringen willst, wenn du einen Schritt nach vorne guckst?
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