ChatGPT macht dumm in 15 Minuten? Der SWR sagt Ja — wir sagen: Bullshit.
Der SWR titelt: "Nach Gebrauch von Chatbots wie ChatGPT dumm in nur 15 Minuten." Wir zerlegen die Studie dahinter — und zeigen, warum solche Headlines echten Schaden anrichten. Dazu: Warum immer mehr junge Menschen ins Handwerk gehen, wie KI den Arbeitsmarkt dreht, und was Florian Häusler von Innovabi uns über Change-Management beigebracht hat.
Die Kernpunkte
- Bezugnahme: KPMG-8-Punkte-Plan — Feedback von Florian Häusler (Innovabi) zum Thema "Menschen mitnehmen"
- Immer mehr junge Menschen machen eine Handwerks-Ausbildung — KI als Verstärker
- SWR-Artikel: "ChatGPT macht dumm in 15 Minuten" — Studie vs. Realität
- Negative KI-Berichterstattung in Deutschland: 70% der Artikel zeichnen ein negatives Bild
- TikTok-Kommentare und Angst-Narrativ: Warum reißerische Headlines KI-Adoption blockieren
- TV-Tipp: Özil-Doku (dreiteilig, ZDF Mediathek)
„Du kannst machen, was du willst in Change-Prozessen. Wenn du es nicht schaffst, den Menschen mitzunehmen, dann hast du keinen Change."
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Transkript
Manuel, denkst du eigentlich, du bist Vincent Company mit deiner Jacke oder was? Der KI-Snack? Dein doppelter Espresso KI am Morgen. Kurz, prägnant, unterhaltsam, informativ.
So. Ja, der hat mich schon inspiriert, muss ich sagen. Hat dich inspiriert für die Jacke? Ja, also ich hab die gesehen, fand die cool, hab die bestellt.
Also für alle, die uns zusehen und nicht nur zu hören, Manuel trägt eine Adidas-Trainingsjacke, die sehr ähnlich aussieht. Nee, es ist die gleiche. Es ist wirklich die gleiche? Es ist eins, die gleiche, natürlich.
Ah. Ja, natürlich. Wie findest du Vincent Company als Typ? Eine 1+, würde ich sagen.
Ich auch. Also wirklich. Entspannter Trainer, weiß genau, was er tut. Ja, sehr gut.
Hat das Beste aus den Bayern rausgeholt. Ich find den auch. Seit langem. Bayern verdienen es, die Champions League zu gewinnen, werden auch die Champions League gewinnen.
Seit langem mal wieder ein Typ, der irgendwie coolen Fußball spielen lässt, eine Mannschaft komplett im Griff hat. Und gleichzeitig aber auch irgendwie die Sachen, die er sagt. Ja, und auch meine Sympathie zu Bayern verbessert hat. Krass.
Also ich gönne Bayern einfach diesen Champions League-Sieg. Ja, ja. Das gab's einfach noch nie. Nee, komplett.
Komplett. Also das hat er wirklich schön verändert. Aber ich werd mir kein Bayern-Trikot holen jetzt, nur weil wir jetzt hier irgendwie, ne? Das wird nicht passieren.
Niemals. Nee. Genau. Schöne Grüße an Christian Deininger.
Ah, stimmt. Komm, lass uns über KI sprechen. Wir steigen immer mit Fußball. Ja, aber ist ja auch geil.
Ja, komm. Lass uns über KI sprechen. Wir haben den Cliffhanger von gestern, den wir auflösen müssen. Genau.
Und zwar ist es eine Bezugnahme. Das ist jetzt eher was für unsere Stammhörer, die uns jeden Tag hören. Ah, sind ja eigentlich fast alle. Wir hatten das Thema, das du hattest, dass KPMG einen Acht-Punkte-Plan hat, wenn sie Prozesse machen.
Ja. Und das war dann angefangen mit Vision und diverse andere Schritte. Und der allerletzte Schritt war dann Menschen mitnehmen. Und da haben wir beide uns drüber ausgelassen.
Ich würde fast sagen, wir haben gelästert. Ja. Wie so kleine Lästermäuler. Und dann hatte ich ein Telefonat mit Florian.
Florian Häusler. Unser Freund und Partner der Innovabi. Und der sagte, ja Marco, man kann das schon aus mehreren Perspektiven betrachten. Gar nicht im Sinne von falsch und richtig.
Aber wenn du jetzt ein Projekt startest bei einer Firma, die 100 Leute hat, dann gehst du ja nicht am ersten Tag hin und nimmst 100 Leute mit. Sondern da ist es prozessual ja wirklich so, dass du erstmal eine Vision entwickelst, dann irgendwie eine Peergroup hast, Stakeholder hast, die nimmst du mit auf die Reise, die befähigst du etc. Warum fand ich das wichtig, dass wir nochmal drüber sprechen? Wir sehen das ja genauso.
Bei uns ist nur irgendwie angekommen, da werden gar keine Menschen mitgenommen irgendwie so. Also so lasse ich das zumindest bis zu dem Punkt. Also, dass es natürlich quasi unmöglich ist, von Sekunde eins an große Organisationen oder in großen Organisationen jeden mitzunehmen, ist extrem schwierig so. Das geht dann wirklich eigentlich über verschiedene Ebenen.
Aber der Mensch ist halt der entscheidende Faktor. Du kannst machen, was du willst in Change-Prozessen. Wenn du es nicht schaffst, die Menschen mitzunehmen, dann hast du keinen Change. Ganz einfach.
Ja. Es sei denn, du hast von vornherein einen ganz anderen Ansatz, nämlich einen radikalen, um zu sagen, ich will eh keine Menschen mehr haben. Aber solange du mit Menschen zusammenarbeiten möchtest und Prozesse verändern willst, musst du auch Menschen mitnehmen. Trotzdem nochmal vielen Dank an Florian für sein Feedback, weil das regt uns auch wieder an, über die Themen nachzudenken und ja, ist ja auch ein fairer Punkt.
Ja, ist ja ein Riesenthema. Ja genau, ist ja auch ein fairer Punkt. KPMG ist ja auch keine kleine Klitsche, die hier neben uns in Ossendorf sitzt. Wir sind doch eingezogen.
Genau. Haben mir noch geholfen, Kartons zu tragen. Vielen, vielen, vielen Dank. Das war die Bezugnahme.
Möchtest du oder soll ich? Du kannst gerne. Ich habe mich jetzt gerade noch einmal in die acht Schritte kurz reingelesen, habe aber auch jetzt nichts gefunden, was irgendwie meine Aussage revidieren würde. Okay.
Aber ja. Dann lass uns weitermachen mit einer Nachricht, die nicht verwundernswert ist, die dann aber doch spannend ist, wenn man sie liest. Und zwar machen immer mehr junge Menschen eine Ausbildung im Handwerk. Und ich meine, jetzt haben wir wirklich schon länger, muss man sagen, das ist jetzt nicht erst seit gestern, sondern schon länger sagen wir das und liest man vor allen Dingen sehr, sehr stark, welches Veränderungspotenzial KI hat und vor allen Dingen in welchen Berufszweigen.
Und egal, ob es dann am Ende des Tages Jensen Wang ist, ob es, weiß ich nicht, Bezos ist, ist ja egal wer im Prinzip. Und jetzt der letzte war ja unser Palantir. Freund würde ich nicht sagen. Nee, der nicht.
Entfernter Kollege. Und alle sagen ja im Prinzip, du hast zwei, drei Gruppen, die große Chancen haben in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt. Und eine davon ist immer das Thema Handwerk. Und das scheint irgendwas auszulösen.
Ich hätte das offen gesagt nicht gedacht, dass das so schnell geht. Ich glaube, das hat sich jetzt ja auch unabhängig von KI schon so ein bisschen angewandt, weil einfach die, also der Fachkräftemangel im Handwerk war relativ groß. Die Gehälter wurden aber dann dementsprechend angepasst. Und dadurch wird der Job natürlich auch wieder attraktiver.
Das ist glaube ich, also das hat das so noch zusätzlich bestärkt. Aber die Leute waren vorher, glaube ich, schon so eher wieder ein bisschen zurück in Handwerksbetriebe, weil Bachelorabschluss war mittlerweile schon ein bisschen inflationär, weil gefühlt jeder einen hat. Deswegen, also ich glaube, das hat schon ein bisschen früher, also vor KI schon angefangen, dass die Leute wieder in den Handwerksbetrieb gehen. KI ist ein deutlicher Verstärker, was das Thema angeht.
Aber, also auch aus meinem Umkreis kenne ich mittlerweile schon, oder kannte auch vorher schon vor KI, viele, wo ich gehört habe, okay, die machen jetzt wieder eine handwerksliche Ausbildung, weil die sich denken, ja guck mal, ich kriege da ein Tausender mehr brutto. Dann mache ich lieber das, als im Büro zu sitzen. Also ist ja ein entscheidender Faktor. Ich finde das grundsätzlich ja echt gut.
Ja, ohne die haben wir ein Problem. Ja, genau. Also ich finde das wirklich grundsätzlich gut. Ich gehe nur den, also ich persönlich, aus meiner Erfahrungswelt, gehe den Take nicht mit, dass das vor KI schon so war.
Weil alles, was ich damals gelesen habe, war halt irgendwie Mangel an allen Ecken und Enden. Freunde von mir, die gesagt haben, ich finde gar keinen mehr, kein Kfz-Mechaniker, kein Gas-Wasser-Installateur, keine Ahnung was. Ich habe im Prinzip immer nur gehört, so, keiner möchte mehr Handwerk machen, keiner möchte sich mehr schmutzig machen, keiner möchte mehr harte Arbeit machen. Und erst durch KI merke ich den Veränderungsprozess.
Kann aber auch sein, dass es ein Umfeldsthema ist, I don't know, oder ich habe es irgendwie nicht so richtig gelesen. Beides parallel so ein bisschen. Genau. Deswegen, als ich das jetzt gelesen hatte, dachte ich mir so, ah okay, KI schafft was, was davor irgendwie auch Politik und Gesellschaft nicht geschafft haben.
Weil überleg, wie groß die Anstrengungen auch politisch waren, die Leute immer wieder in Handwerksbetriebe reinzuholen, weil es ja sehr, sehr offensichtlich war, dass wir dann auf ein großes Problem laufen. Also ich habe jetzt auch keine genauen Zahlen. Ich würde wirklich mal gerne auch mit jemandem von einer Handwerkskammer sprechen oder so. Ob das jetzt so eine echte Trendwende ist?
Also ist das so ein Thema, dass wir in fünf bis zehn Jahren auf einmal wieder genug Pflegefachkräfte haben und man muss nicht als Recruiting-Verantwortliche nach Indonesien fliegen, um irgendwie Recruiting für ein Klinikum zu machen. Also ist eine Real Story, passiert sozusagen. Der ganze Balkan ist ja quasi schon abgegrast sozusagen. Und jetzt sind wir mittlerweile in den Philippinen und Indonesien und keine Ahnung wo.
Also kippt das tatsächlich wieder? Weil, also wenn, ich sage jetzt mal meine, weil ich gar nicht weiß, ob das deine ist, aber wenn meine These so eintrifft, werden ja in drei bis fünf Jahren so die ganz klassischen Bürojobs deutlich weniger sein. Und irgendwas müssen die Menschen ja machen, die jetzt quasi aus dem Schulsystem rauskommen. Also ich würde mich wirklich interessieren, ob das komplett deutlich nochmal kippt oder ob das jetzt nur so ein bisschen trendy ist.
Weil wissen wir nicht, woher sollen wir es wissen? Nee, wissen wir nicht. Aber vielleicht bemühe ich mich wirklich mal irgendwie mal eine offizielle Statement von der Handwerkskammerseite dazu zu bekommen. Da bin ich mal sehr gespannt, ob die sich dazu bereit erklären.
Fragen kosten nichts, wie man mal so schön sagt. Das stimmt, ja. Das stimmt. So, hast du dich durchgewurschtelt durch deinen iPad-Dschungel?
Ja, ich habe mich durchgewurschtelt. Und zwar habe ich hier vom SWR 3 einen Artikel, wo, ja, also kannst du eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Übrigens, Manuel wird ein bisschen kratzbürstiger. Ich weiß nicht, das hat man in den letzten Podcasts schon festgestellt, ja.
Ein bisschen deutlicher auch in seinen Aussagen, ja. Ja, ja, weil, ja, kann man schon so sagen. Ja, jetzt so nach zwei, drei Jahren hast du einfach keine Lust mehr. Ja, weil ich sehe, was die Berichterstattung mit den Leuten macht.
Also ich gehe in die Abteilungen rein und kriege ja eigentlich nur die Headlines um die Ohren geschmissen und so. Da habe ich halt also nicht mehr so viel Verständnis für. Was hat denn der SWR jetzt verbrochen? Erzähl.
Nach Gebrauch von Chatbots wie ChatGBT, dumm in nur 15 Minuten. Das ist die Headline? Ja. Oh, das ist aber sehr boulevardesk, wie man so schön sagt.
Ah, das kenne ich nicht, das Wort tatsächlich. Ja, Bildstyle. Ja, ja. Auf den Punkt zu bringen.
Ach so, Boulevard. Ja, ja, vom Boulevard. Sehr boulevardesk. Für den SWR hätte ich jetzt gedacht, kann man auch neutraler formulieren.
Aber in nur 15 Minuten dumm ist schon hart. Ja, ja, das ist sehr hart. Und dann geht es da um eine Studie. Da sind wir wieder beim Thema.
Keiner weiß, wie viele Leute. Aber allein, was ich jetzt vortrage, ist geisteskrank. Und zwar ist es eine Studie, die von mehreren Forscherinnen und Forschern wohl durchgeführt wurde, aus USA und Großbritannien. Sie hatten Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt, ihnen Fragen gestellt.
Keiner weiß, welche Fragen. Die erste Gruppe durfte dazu 15 Minuten lang ein Chatbot verwenden, die andere nicht. In den ersten 15 Minuten war die Chatbot-Gruppe deutlich schneller. So, wen wundert's?
Tada. Dann wurde ihnen die KI ohne Ankündigung weggenommen. Das ist ja, also, ich finde, wie das allein schon beschrieben ist, wäre echt wahnsinnig. Die KI hatte ihre Denkfähigkeit stark verlangsamt.
Ihre Antworten kamen deutlich langsamer, als die der Probanden, die von Anfang an selbst nachgedacht hatten. Also, das ist ja wie, wie so eine, keine Ahnung, wie Comedy. So schlechte Stand-up-Comedy einfach. Und dann geht der Artikel weiter.
Dümmer nach nur 15 Minuten? Fragezeichen. Dümmer nicht, so die Forscher. Aber denkfauler.
Und auch das Durchhaltevermögen der Chatbot-Probanden hatte gelitten. Sie nutzten deutlich häufiger die Möglichkeit, Fragen zu überspringen. Ja. Also, weißt du, dass ich...
Eine Frage handwerklicher Natur? Fragezeichen in der Headline oder kein Fragezeichen in der Headline? Fragezeichen in der Headline. Ja.
Erst, was ich gelernt habe bei meiner journalistischen Ausbildung, keine Headlines mit Fragezeichen. Weil du bist dafür da, nicht dafür da, um Fragen zu stellen, sondern du bist dafür da, um zu lösen. Ah, verstehe. Okay.
Aber egal, das ist ein rein mini-handwerkliches Thema. Zurück zum Inhalt. Ja, aber ganz oben steht dann zum Beispiel auch, Forscher haben jetzt nachgewiesen. Nachgewiesen.
Ja. Wir haben drei Leute in Ehrenfeld gefragt und drei in Nippes. Chat, GVT und Co. machen uns in Windeseile denkfaul.
Ah. Ja. Also, guck mal. Warte mal.
Also, ich wirklich, mich macht das wahnsinnig einfach. Ja. Weil, auch kurz um den Kreis zu schließen. Also, ich meine, der treue Zuhörer weiß, was ich immer so in den Abteilungen höre.
Wenn wir uns bei einem Kunden befinden und uns die Prozesse angucken, dann werden wir halt von den Mitarbeitern Sätze gedroppt, wie, macht uns alle dumm und macht uns alle zu Zombies. Also. Ja, genau. Also, lass uns das einmal ganz kurz einordnen.
Finde ich wichtig. Das Ergebnis, was aus solchen Artikeln resultiert, ist halt katastrophal. Ja. Ja, genau.
Weil, ich will das ja gar nicht alles wegwischen. Also, müsste man inhaltlich mal reingehen, was das bedeutet mit schneller und besser. Kein Ahnung was. Aber einfach nur das Ergebnis von solchen Artikeln ist, dass es da draußen einen Großteil der Menschen gibt, die das lesen.
Genau. Und dann sagen, jo, pass hier hört. Genau. In 15 Minuten wirst du dumm.
Jetzt lass das sein mit dem Chatteam. Genau. Und wenn der 10-jährige Kai dann auf einmal Chatteam mit Tee nutzen will, dann sagt der Jupp, Kai, bist du wahnsinnig. Mach das nicht.
In 15 Minuten bist du dumm. Genau. Also, das passiert ja so. Man muss sich ein bisschen über diese Wirkung bewusst sein.
Genau. Was der Jupp nun nicht weiß, wenn der Kev mit 10 Chatteam nicht benutzt, wird er abgehangen. Ja, dein Problem. Dann hat er nämlich ein Problem, wenn der ein Berufseinsteiger ist in 6, 7, 8 Jahren, dann hat der wirklich ein Problem.
Ja. Das ist... Also, von daher sollten sich vielleicht die Medien dem Ganzen mal bewusst machen. Also, das heißt ja gar nicht, dass es nur eine positive Berichterstattung geben muss, aber eine realistische einfach so.
Die wollen einfach eine catchy Headline. Genau. Eine catchy Headline, damit viele Leser... Weil was passiert im Umkehrschluss?
Sonst muss das Ding einmal zu Ende spielen. Weil die Menschen, die dann, die sowas lesen, kriegen Angst. Angst ist ein Faktor, der erstmal blockiert. Dann kommen Menschen wie wir in Unternehmen versuchen, das positiv zu drehen.
Genau. Und dann passiert gar nichts. Dann sind wir wieder bei meiner Studie von gestern, wo dann 73 oder 29 Prozent der Mitarbeiter bewusst KI sabotieren. Also, deswegen bin ich auch ein bisschen kratzblüstiger, wie du eben gesagt hast.
Wir haben uns ja schon öfter als... Ja, oder schon öfter gesagt, dass wir Pionierarbeit machen, weil wir so transparent über alles sprechen. Und das gehört auch dazu, dass wir mal so ein bisschen halt überall in jeglicher Hinsicht damit aufräumen, dass das kompletter Bullshit ist. Gut, vielleicht führt es auch dazu, dass der Kev dann rausgeht und handwerklich begabt wird und dann wieder eine Ausbildung als Handwerker macht.
Ja, muss man sehen. Nein, Spaß beiseite. Faktisch bleiben. So, nicht reißerisch.
So, das ist das Entscheidende. Nicht an allen Ecken und Enden reißerisch werden. Das ist so, als wenn wir nur Headlines droppen würden, so nutze 15 Minuten Clot und du bist 10 Mal so schnell wie vorher. Und keine Ahnung, was weißt du, was ich meine?
Also, alles einfach ein bisschen faktisch und realistisch beurteilen. Und ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, ich weiß, seitdem ich KI nutze, wahrscheinlich 10, 20, 30, 100 Mal mehr als vorher, weil ich mich einfach mit Themen beschäftigt habe, mit denen ich mich vorher nie beschäftigt hätte. Das Problem ist halt, ich meine, wir haben unser RSS-Feed-Dashboard, da laufen halt immer nur negative News dazu ein. Also, es gibt ja keinen Artikel, der darüber schreibt, dass die Leute sich das mal anschauen sollen, um produktiver zu werden, bla bla.
Aber das gibt es ja nicht. Jetzt ist es jetzt wirklich sehr Bauchgefühl, aber von 100 Artikeln, die da reinlaufen, würdest du sagen, ist der Großteil negativ behaftet in den Headlines? Ja, auf jeden Fall. Also, vor allem die deutschen Artikel.
Die amerikanischen eher, hast du ein neutraleres Bild, aber die deutschen Artikel kannst du alle vergessen. Also, das, was wir, wir filtern ja nicht nach positiv oder negativ, wir filtern nur nach Keywords. Und wenn KI das Keyword ist, dann wird ja nicht sortiert, ob das ein positiver oder negativer Artikel ist. Deswegen ist das schon, ich würde sagen, 70% negatives Bild, was gezeichnet wird.
Ich habe das für mich noch nicht so wahrgenommen. Ich nutze ja auch das Board, nutze gleichzeitig noch, gehe bei Google rein und lese so ein bisschen Künstler. Also, ich habe das noch nicht so extrem wahrgenommen, aber jetzt, wo du es sagst, vielleicht muss ich mir darauf achten. Mich regt das wirklich auf.
Ich meine, wir kriegen jetzt mittlerweile auch auf TikTok, da findet dann irgendeiner, der meint, er muss jetzt dafür einen Kommentar verfassen, der dann irgendwie, keine Ahnung, blödes Gequatsche oder also, die skizzieren dann immer direkt so Horrorszenarien von wegen, wir sind bald alle überflüssig und alle tot und alle arbeitslos. Der Manuel hat das TikTok-Game jetzt auf sich gefunden. Ja, ich bin ja jetzt zwangsläufig da drin quasi dadurch, dass ich die Videos mache mit meinem viel zu großen Kopf einfach. Eigentlich machst du Videos mit nur Kopf.
Man sieht gar nicht den Artikel dahinter. Nee, also ich versuche da natürlich auch bewusst zu provozieren. Klar. Das ist halt so, funktioniert TikTok im Endeffekt.
Wir spielen das Plattform-Game im Ende. Genau, das ist ja nichts anderes, wie auch jetzt der Kollege hier, der den Artikel geschrieben hat, das in 15 Minuten JGBT dumm macht. Deswegen, uns ist schon bewusst, dass man in gewisser Weise reißerisch sein muss, aber man muss halt immer noch so ein bisschen realistisch sein. Ich bin meiner Meinung nach realistisch bei dem, was ich da sage, aber kriege dann teilweise wirklich sehr unrealistische Kommentare da gedroppt, die sich dann wiederum auch andere Leute durchlesen.
Also, es ist ein Endlosschleifer. Weißt du, das Problem ist, und das wird nach wie vor die Gültigkeit haben wie früher, bad news are good news. Ja. So, das war immer so.
Und heutzutage gilt halt, je reißerischer, je polarisierender, desto besser. Das ist so, ja. Deshalb wahrscheinlich auch diese Art der Berichterstattung, was ein bisschen schade ist, weil das Thema verdient hätte, auf jeden Fall mehr Push zu bekommen, um viel positiver behaftet zu sein. Deswegen versuchen wir mit dem Podcast ein bisschen mehr positiven KI-Content ins Web zu pushen.
Ich habe noch abschließend, sind wir durch, oder? Ja, ne? Kein KI-Tipp. Also, gar kein KI-Tipp, aber ein TV-Tipp.
Oh. Die Diskussion nach der Haftbefehl-Doku war ja riesig, dass, ey, in der Schule und muss sich jeder angucken und so, du erinnerst dich vielleicht, ne? Haben ja viele so gesagt, ne? Ja, ja.
Die Özil-Doku sollte sich jeder angucken. Ah, stimmt, hast du erzählt. Dreiteilig, ZDF, Mediathek. Völlig wertfrei.
Ja, wirklich völlig wertfrei. Aber angucken sollte sich jeder. So, das war's. Danke.
Danke. Tschö. Tschö. Das war ein Snack, dein doppelter Espresso.
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