ChatGPT statt Hausarzt? — 2035 fehlen in Deutschland 11.000 Hausärzte
Doppelte Premiere beim KI Snack: Zum ersten Mal sitzen wir zu viert am Tisch und unsere Gäste haben selbst einen Podcast. Ben und Jan sind Medizinstudenten kurz vor dem Examen und machen „PREVENT by neomi“. Mit ihnen klären wir, was KI im Gesundheitswesen heute schon kann und wo sie mehr Schaden als Nutzen anrichtet.

Die Kernpunkte
- Warum nach 14:30 Uhr kein Koffein mehr: Halbwertszeit und Tiefschlaf
- Von Longevity Decoded zu PREVENT: Prävention statt nur Symptome behandeln
- neomi: ein Coworking Space für Ärzte, der gerade in Hannover gebaut wird
- Elektronische Patientenakte, Ausdrucken und Einscannen, Faxgeräte in neuen Kliniken
- Marco gibt den MRT-Befund seiner Tochter in ChatGPT ein und kennt die Diagnose sieben Tage vor dem Arzttermin
- Verändert KI die Hierarchie zwischen Arzt und Patient?
- Dr. Google gegen Dr. ChatGPT: Warum Patienten ihre eigene Diagnose oft verschlechtern
- Telemedizin: 60 bis 70 Prozent der Akutsprechstunde wären laut Jan machbar
- Quick Win Dokumentation: Die Behandlung dauert kürzer als das Abtippen danach
- Datenschutz, Gesundheits-Scores und warum es manchmal die grüne Wiese braucht
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„Es werden heutzutage in 2026 noch in der Ausstattung neuer Kliniken Faxgeräte bestellt.“ (Ben)"
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Transkript
Es werden heutzutage in 2026 noch in der Ausstattung neuer Kliniken Faxgeräte bestellt. 2035 werden uns 11.000 Hausärzte fehlen, 40% der ländlichen Distrikte werden unterbesetzt sein. Wir sagen immer zu unseren Kunden, du musst eigentlich deine Wurzeln rausreißen und auf einer grünen Wiese die Firma neu bauen. Heute ist Premiere. Nee, heute ist doppelte Premiere. Doppelte Premiere, weil erstens sitzen wir hier zu viert, das hatten wir noch nie. Ich bin sehr gespannt. Am meisten nervös bin ich ja, weil Ton und Video. Und hier viele Grüße an Mario. Mario ist ein Stammhörer von uns. Den zitieren wir immer, weil er uns immer sagt, habt ihr die Stecker eingestellt, die SD-Karten? Ja, dann Grüße an Mario. Grüße an Mario und Mario, sag auch Bescheid, war eins plus. Ja, genau, er muss Bescheid sagen. Die zweite Premiere... Das hatten wir wirklich noch nie. Wir sitzen nebeneinander. Das ist die dritte Premiere sozusagen. Unsere Knie berühren sich auch. Aber vielleicht auch für euch. Normalerweise bin ich der, der perfekt vorbereitet ist. Und Manuel ist eher der, so kriegen wir's schon hin. Dadurch, dass wir jetzt spontan entschieden haben, diesen Podcast zu machen, bin ich wirklich null vorbereitet. Und Manuel ist aber top vorbereitet. Ich bin auch nur so weit vorbereitet, wie Claude mir die Nachrichten in den Chat gehauen hat. Ich würde mit einer Einstiegsfrage starten. Also erstmal herzlich willkommen. Wir haben hier unsere ersten Podcast-Gäste, die einen eigenen Podcast haben. Deswegen cool, also ihr seid Profis. Deswegen geht es jetzt hier los. Wir erwarten sehr viel von euch. No pressure. Hey Mario. Nee, aber sehr empfehlenswert. Ich hab mir ein paar Folgen von euch schon reingezogen. Der Podcast davor hieß ja Longevity Decoded. Der heißt jetzt Prevent. Ich bin raus, ich geh da mal. Der weiß ja nicht, mein Thema war beides. Ja, genau, Longevity ist nicht so Markus' Thema. Ich würd ganz kurz eine Frage voranstellen, weil wir dieses Cola Zero-Thema einmal von euch geklärt haben müssen, damit wir das weiter auch ohne Probleme trinken können. Und dann könnt ihr gerne mal so ein, zwei Sätze dazu sagen, wo ihr herkommt, was ihr gemacht habt. Wir haben nur eine halbe Stunde, weil die Speicherkranken gleich voll sind für die Größe. Dann könnt ihr ein, zwei Sätze sagen, was ihr macht. Und dann kommt Frage-Antwort. Okay, was ist denn die Frage? Wir haben euch gefragt, wie sieht das mit der Cola Zero aus? Ihr sagt, die Uhrzeit ist entscheidend. Man muss dazu sagen, es ist jetzt 8.15 Uhr, und du hast die gerade aufgemacht und natürlich gefragt, ob wir auch eine haben wollen. Ich hab gesagt, bist du verrückt? Abgelehnt. Und der Grund ist nicht, also gar nicht, ob's jetzt Zero, Light oder sonst was ist, in dem Sinne der Zucker, sondern uns geht's primär um den Koffein. Weil Koffein letztlich, man sagt, eine Halbwertszeit von ungefähr sechs Stunden hat. Halbwertszeit heißt, so lange braucht der Körper um die Hälfte. des Produkts abzubauen quasi im Blut, bis es dann irgendwann weg ist, eliminiert ist. Und eigentlich sollte man so zwei, zweieinhalb Halbwertszeiten vorm Schlafen gehen, das letzte Mal den Koffein zu sich genommen haben. So. Und wenn man das Ganze hochrechnet, dann kommt man ungefähr auf 14, 14.30 Uhr, weil man das letzte Mal guten Gewissens Koffein zu sich genommen haben sollte, wenn einem denn dann der Tiefschlaf wichtig ist. Denn es gibt ja ganz viele, die sagen, das hast du auch vorhin gesagt, ich schlafe aber super. 22 Uhr, ich mache die Augen zu, ich bin weg und wie ein Schweizer Uhrwerk, das kann alles, also das glaube ich dir definitiv, aber es wurde halt gezeigt in Studien, wo man sich auch den Schlaf oder ein Schlaflabor, wo man sich den Schlaf angeschaut hat, wir durchlaufen ja jede Nacht. ein paar Mal so einen Schlafzyklus, der immer ungefähr 90 Minuten dauert. Und der Tiefschlaf ist eine ganz, ganz wichtige Schlafphase für uns. Und der ist gerade in den ersten beiden Schlafzyklen anteilig besonders lang, wird aber durch den recht hohen Koffeinlevel quasi geringer gehalten. Und wir wollen einfach nur mit diesem Koffein, auf den wir nach 14.30 Uhr verzichten, sicherstellen, dass diese Tiefschlafphasen so lang wie irgendwie möglich für uns sind. für 22 Uhr, 23 Uhr schlafen gehen. Das war ein fantastisches Intro, was Ben da gebaut hat. Das war nett. Das kann ich jetzt einfach nur noch übernehmen und uns vorstellen. Ich wollte das Gleiche sagen. Wir sind Ben und Jan, wir sind beides Medizinstudenten, eigentlich auf den letzten Metern unseres Studiums. Also im Dezember können wir uns dann auch Ärzte nennen und haben seit einem Jahr einen Podcast, oder über einem Jahr schon, eineinhalb jetzt wahrscheinlich schon. Ja, nein, nein. Der ursprünglich, wie du schon sagtest, Longevity Decoded hieß und jetzt Prevent heißt. Warum haben wir einen Podcast gemacht während unseres Studiums? Wir kommen beide aus dem Rettungsdienst, haben im Rettungsdienst auch gearbeitet während des Studiums und immer wieder Patienten gesehen, die an chronischen Erkrankungen, also Herzkreislauf, Neurodegeneration, Stoffwechsel und Krebs erkrankt sind. An diesen chronischen Erkrankungen konnten wir oft bei den Patienten nur noch symptomatisch ansetzen. Also ihnen eigentlich nicht mehr die Krankheit nehmen, sondern ihnen nur noch helfen, mit der Krankheit so gut wie möglich zu leben. Dieses Standardding, wenn Leute sagen, ich nehme acht Pillen ein, weiß gar nicht wofür und ob es gut hilft. Und unser Ziel war es einfach, bei diesen chronischen Erkrankungen muss man viel früher ansetzen. Da reden wir über Prävention, also 10, 15, 20 Jahre, bevor diese ersten Symptome der Krankheit auftreten. Und das ist etwas, was unserer Meinung nach im Gesundheitssystem unterrepräsentiert ist, wo viel mehr darüber gesprochen werden muss, weil man mit sehr einfachen Dingen viel an Lebensjahren und vor allem Lebensqualität auch am Ende rausholen kann. Und dadurch ist der Podcast entstanden. Schlusszeit die Tatsache, dass wir auch das Gefühl haben, dass Menschen unglaublich wenig tatsächlich über die Basics von einer Erkrankung wissen. Also wir nehmen da immer ganz gerne die Zuckerkrankheit, den Diabetes als so plakatives Beispiel. Uns wurde im Studium damals vermittelt, eigentlich sollten diejenigen, die zuckerkrank sind, absolute Experten hinsichtlich ihrer Ernährung sein. Und dann siehst du aber in der Notaufnahme, wenn du eine Aufnahme machst, du bist fertig mit dem Patienten. Du gehst raus und dann kommt jemand, um aufzunehmen, was der Patient dann bei der stationären Aufnahme gerne essen wollen würde. Er bestellt sich Marmelade und weißes Brot und du drehst dich nur im Türrahmen um und denkst dir so, da sind verschiedene Dinge einfach noch nicht passiert. Und wir glauben, dass intrinsische Motivation, was zu ändern hinsichtlich Prävention eben vor allem durch Aufklärung herbeigeführt werden kann. Kenn deine Risiken und dann entscheide selber, was du machen willst. Eigentlich machen wir das Gleiche nur mit KI. Habe ich eben auch schon gesagt. Ja, ist wirklich so. Unser Antrieb ist ja relativ ähnlich. Wir sehen einfach, dass extrem viel Unwissenheit da draußen ist, was das Thema KI betrifft. Ihr kennt auch ein paar Zahlen, wie viele nutzen das, wie viele haben Angst, vor allen Dingen dieses Thema Angst. Es gibt wahrscheinlich unterschiedliche Trigger in den Bereichen natürlich oder unterschiedliche Themen. Aber insgesamt muss man sagen tatsächlich... Insgesamt muss man sagen, dass wir, wir sagen immer, wir sind so ein bisschen Pioniere oder eigentlich müsste uns der Staat bezahlen, sagen wir ganz gerne, dafür, dass wir Pionierarbeit machen. Das gilt ja für euch ähnlich. Also ihr geht im Gesundheitsbereich rein und wir gehen halt im KI-Bereich rein. Aber wir verstehen den Ansatz, kann ich komplett nachvollziehen. Wollt ihr noch einen Satz zu Naomi sagen? sagen, weil ich fand, das ist ein spannendes Projekt. Ich habe das so noch nie gehört. Kurz, was so eure... Unser Podcast ist jetzt seit dem Rebranding, sind wir mit den Leuten von Naomi in Kontakt. Naomi ist ein Coworking-Space für Ärzte, der gerade in Hannover gebaut wird. Deswegen heißt es mir jetzt Prevent by Naomi. Genau. Und die Idee ist eigentlich, dass heutzutage haben viele Ärzte das Problem, dass sie in ihrer Niederlassung, vor allem wenn sie in einem Ein-Mann-Betrieb sind, also ein Arzt plus Arzthelferinnen und vielleicht noch eine Praxismanagerin, dass der Aufwand sowohl in der Bürokratie als auch in Hygienevorschriften, wie groß muss das Praxisschild sein und was weiß ich alles. Digitalisierungsvorschriften, Abrechnungen, es ist unglaublich komplex geworden. Und Naomi sagt, wir stellen euch da ein Gebäude hin, das aussieht wie ein Fünf-Sterne-Hotel. Und ihr kommt rein, könnt euch in den Raum einmieten, ihr kriegt das Personal gestellt, euch wird die Abrechnung abgenommen, die Hygiene abgenommen. Und ihr könnt euch nur noch auf das konzentrieren, was ihr eigentlich mal machen wolltet, nämlich Arzt sein und euren Patienten behandeln. Der Rest ist ein All-Inclusive-Programm. Und da sind wir in Kontakt gekommen über den Podcast, dass Naomi auch gesagt hat, Prävention ist wichtig und wir wollen Prävention auch mehr in den Vordergrund rücken. Wenn wir so ein modernes Gesundheitszentrum haben, hättet ihr Jungs nicht Lust, das präventive Konzept, das wie der rote Faden durch Naomi läuft und die einzelnen Fachrichtungen, da sind alle Fachrichtungen, die man sich so im Ambulanten vorstellen kann. vertreten, dass ihr die mit einbaut, weil Prävention ist immer auch nicht eine Fachrichtung, die gibt es nicht. Man kann nicht zum Präventionsmediziner in der Art gehen, der da einen Facharzt gemacht hat, sondern man pickt so aus den einzelnen Fachrichtungen das raus, was halt präventiv wichtig ist. Und wenn man dann natürlich so ein Zentrum hat, wo man das alles next door erledigen kann, ist das ganz perfekt. Das ist halt wichtig. Du hast dann quasi ein Gesundheitszentrum, in dem alle Fachbereiche vertreten sind, kurze Kommunikationswege, alle sind vor Ort. Das ist wie so ein weiterentwickeltes Ärztehaus, wenn man so möchte. Und das ist dementsprechend recht vielversprechend. Ich glaube auch für die Patienten und die Qualität der Patientenversorgung. Sehr cool. Cool. Noch nie gehört. Ja, ich auch nicht. So ein bisschen WeWork für euch. Für Ärzte, ja. Also Design Office, WeWork. Das ist neu gedacht auf jeden Fall. WeWork ist auch ein... Da mieten sich dann irgendwie 50, 60 Firmen ein, die auch nur Büros haben wollen und arbeiten wollen, aber alles andere ist geregelt sozusagen. Du kannst ein Konfi mieten, du hast die Post am Empfang. Catering ist auch... Alles wird abgenommen. Du gehst da rein, du kannst arbeiten und im besten Fall wird... zusammen untereinander ein bisschen connected, zusammengearbeitet, Themen entwickelt, genau die Themen gemacht. Hört sich bei euch ein bisschen schlüssiger an, weil ich war selbst im Design Office, No Offense gegen Design Office oder WeWork, aber es funktioniert nicht, weil am Ende des Tages ist dann trotzdem jeder in seinem Silo und perlt einfach. Bei euch hört sich das schon an. Deshalb Präventivmedizin als das, was die einzelnen Verrichtungen verbindet. Wir sind optimistisch, dass es gut funktionieren wird. Ab 2028 sind wir dann... Wird gerade gebaut, das Gebäude. Geht's dann los? Spielt das Thema KI da eine kleine, große, mittlere Rolle? Ist das mit auf der Agenda? Denkt ihr da in größeren Themen? Ja, definitiv. Wir können, müssen wir jetzt auch fairerweise sagen, wir können für Naomi auch nur als Leute sprechen, die bei Naomi einen Teil der Präventivmedizin machen. Wir sind nicht die Gründer. Es gibt drei Gründer, die sind wir nicht. Aber ein ganz klarer Fokus des Ganzen ist, KI-getriebene Analyse-Tools, die dazu führen, dass der Patient eine sehr flüssige Patienten-Journey hat, alle Patientendaten auf einem Pool sind, jederzeit zugreifbar sind. Weil das Problem heutzutage ist ja, dass diese elektronische Patientenakte, die wir ja jetzt haben in unserem Gesundheitssystem, sehr schlecht nur befüllt wird und man eigentlich nicht so richtig weiß, was der Facharzt gemacht hat und obwohl er da war. Oder die Privatpatienten nicht mal eine elektronische Patientenakte haben. Was dann teilweise wirklich über den Weg geht, du bist beim Arzt, sagst, ich möchte das gerne einem anderen Facharzt geben oder du kommst vom Facharzt und möchtest es deinem Hausarzt geben. Und es gibt dann einen relativ viralen Clip, der da rumgegangen ist, wo der aufgezeigt wurde. dass erst dieser digitale Bericht ausgedruckt werden musste, um dann in der anderen Praxis wieder eingescannt zu werden, um das dann wiederum digital zu haben. Das ist nicht so, als wenn wir die Prozesse nicht kennen wollten. Wir benutzen im Krankenhaus ja alle auch noch Faxgeräte. Ist so, ne? Ja, es werden heutzutage in 2026 noch in der Ausstattung neuer Kliniken Faxgeräte bestellt. Freuen sich unsere Freunde von Tobit Software. Ich wollte gerade sagen, wir waren vor ein paar Tagen von Tobit eingeladen, die damit den einen oder anderen Euro verdienen. Also mit so Mail-Fax-Software und sowas alles. Da müssen wahrscheinlich richtig Programme gebaut werden, damit man digitale Kommunikation wieder analog bauen kann. Schon crazy. Ihr steigt jetzt quasi ins Berufsleben ein. Ich gebe euch mal ein Beispiel, womit ihr ja konfrontiert seid. Ich glaube, was Dr. Sonnenschein, der jetzt 63 ist, so nie erlebt hat wahrscheinlich. Meine Tochter hat sich beim Handwerker verletzt, ist zum Arzt gegangen, MRT, war nicht sicher, was genau. Aus dem MRT raus und dann kriegt sie einen QR-Code, um zu gucken, wann der Befund da ist. Sie selber hätte den Termin erst zehn Tage später gehabt, Befund war da, ich habe den bei CHPT reingehauen und wusste, dass sie einen Bänderriss hat. Das ist ja relativ klar dann zu sehen mit allem Drum und Dran. Zwischen Arzttermin und ich habe die Diagnose schon analysiert, es lagen aber sieben Tage, die ja nicht unwichtig sind, im Sinne der Rehabilitation, aber auch im Sinne, was kannst du tun etc. Ist ja verrückt früher. Also das wäre ja überhaupt nicht Thema gewesen sozusagen. Ich glaube, das sind verschiedene Aspekte, die du da aufgreifst. Das eine ist das Timing. Also gerade in einer Unfallchirurgie, in einer Orthopädie, wo teilweise zwischen dem Trauma als solches und der Bildgebung Und dann der Entscheidung, der Therapieentscheidung, operiere ich jetzt oder nicht? Und hat es in der Zeit, ist es zu so einer derartigen Schwellung gekommen durch eine Blutung oder so, dass eine OP jetzt tatsächlich keinen Sinn mehr macht? Kann man durch beispielsweise Optimierung von KI und perfekte Terminvergabe eben auch optimieren? interdisziplinär, also da haben wir jetzt einerseits den Radiologen, wir haben dann vielleicht, wenn es alles perfekt läuft, den Orthopäden, der bei einem entsprechenden Befund so eine Patientin vielleicht bevorzugt, die Möglichkeit, Therapien vielleicht viel effizienter zu leben. Es ist aber auch alleine, finde ich, die Tatsache, dass sich heutzutage, und da haben wir vorher auch off-camera drüber gesprochen, Menschen... Egal in welchem Alter, sie müssen ja nur affin sein, das Internet und eben heutzutage in 2026 auch die KI zu nutzen, damit auch eine Möglichkeit verschaffen, sich überhaupt selber ihren Befund, ihre Erkrankung oder so zu vermitteln. mal mindestens anzulesen und Nachfragen stellen zu können. Aber findest du das gut? Also das interessiert mich, weil da gibt es ja zwei Aspekte, oder? Ich finde witzig, dass wir das Thema gerade besprechen, weil du hast jetzt die Brücke schon gebaut. Hab ich. Weil Claude, Claude hat nämlich... Ah, der Podcast. Ich glaube, Claude kennt dich zu gut. Claude weiß auf jeden Fall mehr über mich, als ich selber noch weiß über mich. Claude hat nämlich mir hier reingeschickt, dass im März 26 ihr in einem Podcast darüber gesprochen habt, dass Chichibitia ein Riesenproblem darstellt, weil es die Hierarchie Zwischen Arzt und Patient, die dadurch abnimmt, weil der Arzt vorbereitet da reinkommt. Die Aussage müssen wir kontextualisieren. Das Problem ist... Ich kann mich an die Aussage gar nicht mehr erinnern. Doch, glaubt schon. Wir werden mal gefact-checkt. Das Problem ist das folgende. Wir haben in Deutschland ja unglaublich viele Patienten und einen Fachärztemangel. Das ist klar. Gerade in der Allgemeinmedizin. Jan und ich sind beide gerade in der Allgemeinmedizin, in der Hausarztpraxis. Was hast du gesagt? Wie viel Prozent könnte man wahrscheinlich telemedizinisch abdecken? 60-70% der Akutsprechstunde. checken das mit Chalcibiti und kriegen dann teilweise verheerende Diagnosen potenziell, wo es heißt, klären sie das auf jeden Fall ab durch den Arzt oder Ärztin. Und das führt dazu, dass wir Hypochonder irgendwo uns selber schaffen. Und das ist dieses Problem. Alleine die Hierarchie ist, glaube ich, ein bisschen typosabhängig, ob ein Arzt oder eine Ärztin sagt, ich hab ein Problem damit, hinterfragt zu werden. Ich möchte es jetzt nicht zu stark pauschalisieren, aber ich könnte mich dazu hinreißen lassen zu sagen, ich denke, das ältere Eisen geht damit noch mal anders um als die jungen, neuen, heranwachsenden Ärzte-Generationen, die das nicht anders kennen. Weil wir haben selber auch früher mit Internet gearbeitet Es ist doch für uns ganz logisch, dass ich jemanden vorher mit der Diagnose auseinandersetze, bevor er zu mir kommt und mit mir diskutieren möchte. Ich glaube, jemand, der vielleicht... Bevor ich eine Immobilie kaufe und zum Makler gehe, habe ich auch schon mal mindestens einmal Immo-Scout gecheckt. Dieses gleiche Recht sollte ja jeder auch bei seiner Gesundheit haben. Allerdings ein Arzt, der meinetwegen gerade kurz vor Renteneintrittsalters oder vielleicht schon gerade verrentet, der kannte das gar nicht, weil früher gab es kein Internet und KI erst recht nicht. Das heißt, da war es so ein bisschen mehr dieses... Halbgott in Weiß oder das, was der Arzt oder Ärztin sagt, das ist Gesetz und da wird nicht viel diskutiert. Was, finde ich, aber auch noch ein ganz wichtiger Punkt ist in Bezug auf KI und auch das Beispiel, was du gebracht hast, also Bildgebung, dann kriege ich den Befund, bevor ich beim Arzt bin, und dann gebe ich den Befund in ChatGPT ein und kriege in verständlichen Worten gesagt, was da steht, ist, dass du auch nicht nur ein MRT bekommst für ein Knie und dann ist deine Diagnose Kreuzbandriss und dann denkst du dir, vielleicht hätte ich zwei Tage früher mit der Physio anfangen können. sondern es gibt auch Situationen, in denen der Befund nun mal lautet, zum Beispiel Tumor, Tumor im Bauch, Pankreastumor. Und du kriegst den und siehst den Befund und gibst das Ganze dann in ChatGPT ein und der gibt dir den kompletten Kontext dieser Erkrankung, die nun mal in vielen Fällen nicht gut ausgeht. Da ist der Kontakt mit der KI vor dem Arzt, etwas, was einfach schon Probleme macht, weil wir auf einmal etwas analytisch betrachten, was auf einmal emotional wird. Und da geht es gar nicht darum, dass der Arzt jetzt was anderes sagen sollte als die KI, sondern es geht mehr darum, dass der Arzt auch menschlich in dem Moment für die Person da ist, sie auffängt und mit ihr weitere Schritte bespricht. Und auch wenn KI bestimmt auch nett antworten kann, und man kann sich mit ihr auch gut mal unterhalten, gibt es einfach Momente, wo... dass das Zwischenmenschliche relevant ist. Da ist es zum Beispiel was, wo ich sagen würde, da ist es nicht gut gelaufen für den Patienten in dem Moment, dass er das sieben Tage ohne Klarheit vom Arzt her war. Kurze Zwischenfrage, wenn ich darf. Wer ist denn schlimmer oder sind beide gleich schlimm? Es gab ja auch schon Dr. Google. Ist denn Dr. Chetty schlimmer als Dr. Google oder nehmen die sich nicht die beiden? Dazu gibt es ja auch Studien. Da gibt es interessante Studien. Es gibt sowohl die Untersuchungen, wie Ärzte mit KI zusammenarbeiten, als auch wie Patienten mit KI zusammenarbeiten. Währenddessen ist es sich bei den Ärzten eher so verhält, wie man vielleicht... antizipieren würde, hat mich das bei der KI und Patienten tatsächlich überrascht. Denn da konnte man zeigen, dass wenn du alleine die Symptome, die Patienten quasi oder die der KI gefüttert werden, hat zu einer ziemlich guten Rate, Genauigkeitsrate der Diagnosestellung bei der KI geführt. Wir sind irgendwo im 90er-Bereich für die, also jetzt in Anführungsstrichen. Ähm, währenddessen aber diese Rate massiv gesunken ist, sobald die Patienten mitbestimmen durften, was für Fragen, was habe ich. Also sie eigentlich nur den Auftrag hatten, du und KI, ihr stellt jetzt mal die Diagnose, was hast du. Währenddessen ohne Patient, gleicher Patient, der aber keinen Einfluss darauf hatte, irgendwas im 90er-Bereich war, hatten wir jetzt irgendwo zwischen 30 und 40 Prozent die Trefferquote. Was eindeutig zeigt, dass Emotionen und sowas da schon eher was Negatives ist. Ich habe jetzt nicht den Vergleich zwischen Dr. Google und KI, würde aber sagen, die KI kann das immer noch mal ein bisschen weiterspinnen. Und wenn du eh auf dem falschen Dampfer bist, neigst du, denke ich, mit der KI auch schneller dazu, das Ganze zu katastrophisieren. Und was man halt auch sagen muss, da kann ich auch tatsächlich aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, ich habe auch während des Studiums für die 116, 117 gearbeitet. Sagt euch das was? 116, 117 ist der kassenärztliche Notdienst. Also wenn es dir schlecht geht, aber das noch nicht schlecht genug ist für die 112, aber du gerne irgendwie Rat brauchst, dann rufst du bei der 116, 117 an. Und für die habe ich als Disponent gearbeitet. Und die haben auch einen Fragenkatalog, beziehungsweise mehr Fragenkatalog. Ich weiß nicht, ob man es Chatbot nennen darf, vielleicht ist es so langsam einer, der auch als Medizinprodukt zugelassen ist, wo du dann deine einzelnen Diagnosen eingeben kannst. Also von Husten, Fieber zu Bauchweh, was auch immer. Es ist alles möglich. Verletzungen am Auge, egal. Und dann stellt er dir aufgrund deiner ersten Angabe Folgefragen und Folgefragen und dann beantwortest du die. Das gleiche Tool hatten wir auch als Disponent, der mit den Leuten telefoniert. Und wenn die Leute das vorher ausgefüllt haben, haben die immer wirklich, also ich weiß nicht, wie selten es war, dass es nicht der Fall war, immer die Nachricht bekommen, 112 anrufen oder sofort in die Notaufnahme, rotes Kästchen, da leuchten alle Lampen. Also die Leute sind sofort... sofort angefixt und denken, hier ist gerade was ganz, ganz Böses. Weil die auf die einzelnen Fragen, die du so ein bisschen kontextualisieren musst, sich selber nicht den Kontext geben wollten oder sich dann eher den Schlimmeren gegeben haben, weil sie dachten, dann werden sie eher wahrgenommen. Bei einer Grippe, wo du weißt, das ist gerade ganz sicher kein Herzinfarkt, Ja, als ich dreimal gebustet habe, hat es ein bisschen wehgetan. Jetzt, wo du es sagst. Und dann, genau, so, bam, auf einmal Herzinfarkt. Okay, wir müssen sofort rotieren. Das ist halt Dr. Google so, ne? Also das ist ja wirklich, egal was du hast, sobald du das irgendwie gegoogelt hast in der Vergangenheit, du wurdest immer irgendwie, hast du, ach, wenn du jetzt hier Schmerzen in der Brust hast, dann musst du ganz schnell ins Krankenhaus. Aber so ist ja, muss man fairerweise sagen, wenn du jetzt ganz blind in so eine KI-Frage mit dir selber auch reingehst, sind die Systeme ja darauf eingestellt, das Schlimmste nicht zu übersehen. Ja, ja, klar. Und das heißt, auch da landest du relativ schnell dabei. Die weist sich schon darauf hin, sodass du jetzt ganz schnell mal den Notruf erwähnst. Was wäre denn... Also, wenn ich euch richtig verstehe, ist ja dann in dem Bereich dieser Telemedizin, der ja theoretisch 60 Prozent von den Arztbesuchen irgendwie abfangen könnte. In der Akutsprechstunde beim Allgemeinmediziner. Okay, in der Akutsprechstunde beim Allgemeinmediziner. Also der klassische Patient ist, ich habe irgendwie dreimal gehustet in der Nacht, habe irgendwie Schmerzen im Rücken oder im Kopf oder keine Ahnung, der kommt zu euch und sagt, was habe ich denn? Du, ich habe was Falsches gegessen. Das heißt, ihr sagt, da müsste aber in der Telemedizin ja auch immer ein Mensch sitzen, weil du musst es immer kontextualisieren, weil sonst ist es ja eher kontraproduktiv und die Leute kommen eher mit mehr Panik in eure Praxis. Oder was ist... Eurer Meinung nach das Idealbild für... Also, es ist jetzt ganz viel Mutmaßen, ne? Nee, nee, es ist eure... Also, ich meine, ihr habt Erfahrungen, ihr kommt aus diesem Bereich. Ja, aber wir sind auch nur Studenten. Aber von meinem persönlichen Gefühl müsste man... Ich glaube, es ist schon möglich, dass man das Ganze in der Zukunft mit einem Chatbot... durchführen kann. Wir haben auch vorher drüber gesprochen, ich glaube, es ist da auch viel, dass der Patient einfach noch einen Arzt sehen möchte. Also ein Stethoskop aufgelegt bekommen, einmal auf die Lunge hören, einmal in den Hals reinschauen, dass da kein Alter drauf ist. Diese Dinge sind durchaus auch wirklich wichtig, auch für den Patienten ganz oft. Dass ich nicht weiß, inwieweit auch der Patient das unbedingt wollen würde zum jetzigen Zeitpunkt. Ich kann mir auch vorstellen, dass je mehr Daten erhoben werden und desto besser dann die KI auch wird, der ein oder andere Kniff sich entwickeln könnte. Man spricht in der Medizin davon, wenn ein Medizinprodukt als solches quasi gelebt, genutzt werden kann, dann braucht es eine FDA-Zulassung. Ich denke schon, dass wenn ein paar Hürden genommen werden würden und man da gewisse Anforderungen erfüllt, die jetzige Probleme ausklammern, wir durchaus auch eine rein automatisierte, KI-gesteuerte Telemedizin fahren können, in einem ganz fest definierten Rahmen, dass wir da nicht uns einen Hypochonder bauen, sondern tatsächlich das Gesundheitssystem entlasten. Weil darum geht es ja im Kern. Müssen wir einen Weg finden, mit den Baby-Womern und dem demografischen Wandel, dem Wegfallen der, was sagst du, 11.000 Ärzte bis? 2035 werden uns 11.000 Hausärzte fehlen und 40% der ländlichen Distrikte werden unterbesetzt sein. Und ich meine, wenn man heutzutage oder jetzt auch vor vier Jahren schon abends das Programm im Öffentlich-Rechtlichen anschaltet, dann wird da immer wieder davon gesprochen, dass unsere Entwicklung ganz klar ist. Zu wenig Ärzte, zu wenig Pflege. Mhm. Und immer mehr Patienten in Zukunft. Und wie wollen wir das Ganze auffangen? Die Erwartungshaltung übrigens steigt bei uns auch zunehmend. Das heißt, irgendwie, glaube ich, werden wir da schon kreativ werden. Einfach weil der äußere Zwang da ist. Das ist nicht mal eine freiwillige Entscheidung. Das kommt von alleine, denke ich. bleibt spannend, in welcher Form. Ich glaube aber auch, dass der Patient jetzt noch nicht bereit dazu ist und das auch noch nicht unbedingt will, weil ich kann auch aus zwei Hausarztpraxen berichten, die haben beide Videosprechstunden angeboten, die werden aber einfach nicht wahrgenommen. Das ist so ein bisschen die Parallele zwischen eurem Gebiet und unserem Gebiet, weil wir müssen den Leuten auch irgendwie eine neue Technologie näher bringen und eine neue Art und Weise zu denken vor allen Dingen näher bringen. Passt bei euch auch ähnlich. Die Leute müssen bei euch so ein bisschen mehr die Akzeptanz aufbauen, dass mir jetzt ein Chatbot einen guten Rat geben kann und ich nicht mehr das kalte Plättchen vom Stethoskop am Rücken spüre, was ja einen direkt beruhigt scheinbar. Dann wird sich aber... Ich steh vor dem gleichen Problem wie wir auch, weil wir sagen auch, die ältere Generation, bei denen ist es schwieriger, denen jetzt zu sagen, guck mal, ihr müsst jetzt hier mit KI arbeiten, das ist jetzt hier dein Agent und du musst in Zukunft nicht mehr STRG-C, STRG-V drücken, so wie jetzt... in Zukunft der Bernd nicht mehr zum Hausarzt gehen muss, wenn er Rückenschmerzen hat. Das ist ja so ein bisschen die Aufgabe. Ich glaube, das ist die ganze Gesellschaft betreffend. Genau. Ich glaube, um meine Frage, die ich dir eben gestellt habe, zu beantworten, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es darauf hinausläuft, dass wir alle über Telemedizin unsere klassischen Allgemeinmediziner-Probleme abfrühstücken. Was mich interessieren würde, vielleicht habt ihr auch keine Meinung dazu, Wenn ich jetzt zum Beispiel an Orthopäden oder sowas denke oder an einen anderen Facharzt, wie auch immer, die sind ja auch alle überfüllt. Also wenn man irgendwie Orthopäden hört, da kriegst du erst in sechs Monaten oder sowas einen Termin. Das ist ja nicht einfach, also wie könnte man sowas, habt ihr eine Idee davon, wie man sowas über so Telemedizin irgendwie abwickeln könnte, dass ich jetzt irgendwie... keine Ahnung, ein orthopädisches Problem habe und gehe jetzt aber in die Telemedizin rein. Du hast jetzt quasi ein repräsentatives Beispiel mit dem Facharzt der Orthopädie herangezogen für ein sehr weit verbreitetes Facharztproblem. Also je nachdem, was du hast, wartest du ja auch beim Endokrinologen über neun Monate. Und da könnten jetzt noch diverse weitere Fachärzte aufzählen. Teilweise ist es dann eben zu spät, aber... Ich glaube, auch wenn es im Kern immer das gleiche Problem ist, nämlich dass wir zu wenig Kapazitäten haben und vermeintlich zu wenig Ärzte, zu viele Patienten, kann die Lösung je nach Fachbereich ganz unterschiedlich aussehen. Aber den größten Benefit würde ich, ähnlich wie in der Radiologie, wo es bis jetzt schon in einigen Bereichen oder an einigen Standorten einige Praxen, die das etabliert haben, wo es gut funktioniert, einfach mit KI die Terminierung zu optimieren. Also das, wo viel passiert, wo du viel zu teilweise... Man kann fast schon von Lethargie sprechen, weil da sagt ein Patient ab oder er sagt gar nicht ab, er kommt nicht. Wenn all sowas irgendwie in einem System ist, wo ich mich mit einem Klick anmelde, wo es um eine Diagnose geht, das kann genau eingeplant werden, so und so lange braucht der Patient. Die KI rechnet im Hintergrund, sieht, was macht am meisten Sinn. So, glaube ich, kann man das auch auf andere Fachbereiche und Behandlungszeiten und sowas übertragen. Wo ja ehrlicherweise auch der Arzt oder die Ärztin was davon hätte, weil sie vermeintlich mehr arbeitet oder mehr Volumen abarbeitet. Was du wahrscheinlich aber auch hören wolltest, ist, du meinst beim Orthopäden ist viel Diagnostik auch hands-on. Also man fasst die Person an. Da muss man sagen, dass man es jetzt auch in Bezug auf Ultraschallgeräte und ähnliches, wie in die Richtung gehen, dass die ferngesteuert sein können. Das heißt, auch dann können die durchgeführt werden. Inwieweit das Ganze dann, also das geht ja fast mehr Richtung Robotik, muss man sagen. Ja. Inwieweit das Ganze dann einen Zeitvorteil wirklich bringt, glaube ich, ist gerade noch nicht so richtig klar zu sagen. Aber zumindest auch bildgebende Diagnostik in zum Beispiel telemedizinischen Zentren, in irgendwelchen Supermärkten oder so durchzuführen, ist eine Möglichkeit der Zukunft. Aber ganz im Ernst, aus meiner Sicht, ich habe drei, vier Sachen erlebt. Wir reden ja auch immer darüber, was sind Quick Wins? Ja. Also, ne, die gibt's bei euch, die gibt's bei uns. Das ist ja quasi schon der dritte oder vierte Schritt. Für mich ein absoluter Quickwin. Ich meine, da haben wir sogar mal am Telefon drüber gesprochen, dass gefühlt die Behandlungszeit kürzer ist als das Erfassen danach. Um mal ein Beispiel zu nennen. Das hatte ich im Krankenhaus, das hatte ich beim Facharzt. Wir haben vor Kurzem mal bei Ärzten reingeguckt. Da ist es so, dass das... Die Hauptzeit ist vom Arzt, das Erfassen danach sozusagen. Abtippen. Tippen, also crazy so. Also das ist heutzutage nicht mit Voice-to-Text gelöst. Was heißt mit Tippen? Pflegeanträge sind hier handschriftlich auszufüllen, auch noch ganz oft. Auch das Thema hatten wir. Mit Durchschlag. Ja, genau, das hatten wir. Vieles, du sagst Anamnese wurden und solche Themen, dass du die per Hand ausfüllen musst, dann werden die eingescannt, sind aber nicht lesbar. Also sind ja alles Klassiker. Du hast ja das Gefühl. das System ist so träge, dass man überhaupt darüber redet, Datenschutz ist natürlich eine Sache, aber wo wird es dann gespeichert? Ist der europäische Raum, die Dienstleister, die ein bisschen weiter vorne sind, die sind dann immer amerikanisch und dann geht es deswegen nicht. Aber was ist der Showstopper? Interessiert mich mal, weil das Thema Datenschutz interessiert. Also ist Datenschutz ein Showstopper dafür, dass du diese Themen nicht digitalisierst oder ist es... Geld oder ist es die Blockade im Kopf? Also ich hab da keine Ahnung. Also wir sind jetzt wieder sehr hypothetisch. Ich glaub, wir vier sind uns ja einig. Also glaub ich jetzt einfach, wir vier sind uns einig, dass es keinen Sinn macht, dass ein Arzt meinen Sohn irgendwie zwei Minuten ein Pflaster hier draufkriegt, weil er hier einen Cut hat und danach 20 Minuten tippt, was er da getan hat und dann drucken will, hat das Drucker... Real Story, kein Druckerpapier mehr da, ist zehn Minuten weg, weil er kein Druckerpapier findet, kommt wieder. Wir sitzen da 33 Minuten, davon waren drei Minuten ein Pflaster. Und es staunen sich die Patienten, die in der Pipeline warten. Und nichts gegen den Cut von meinem Sohn. Aber da draußen sitzen ja auch Leute, die können's tausendmal schlimmer getroffen haben. Die können durch eine Scheibe geflogen sein. Im Optimalfall wurde gut reagiert. Du hast wahrscheinlich schon ein paar Stunden in der Notaufnahme Weil es vermeintlich unwichtig war, aber das macht es natürlich dann für dich in dem Moment nicht besser. Ja, genau. Also in einer optimalen Welt wäre das natürlich alles viel, viel mehr simplifiziert, dass man sagt, weniger Hürden. Ich glaube, ja, du hast es auch gerade gesagt. Wir haben noch gelesen, der gläserne Mensch, also irgendwie ist es so, ich mache mir da weniger Gedanken drüber, aber ich glaube, es gäbe jetzt auch eine ganz große Gruppe an Menschen, die hier aufspringen würden und sagen würden, wie wichtig das Thema Datenschutz ist und was mit Daten alles passieren kann. Es ist ja auch wichtig. Also medizinische Daten sind ja das Sensibelste, was man hat. Und das ist definitiv ein Punkt, der unbedingt... Wir reden ja im US-Case, sorry, dass ich unterbreche, aber irgendwann darüber, wenn du entsprechende Erkrankungen hast und das Ganze ist... öffentlich zugänglich. Was passiert, wenn du aufgrund deines Gesundheitsprofils irgendwann nicht mehr in eine Krankenkasse überhaupt reinkommst, weil sie sagt... Deswegen China schon so ist, du kriegst einen Score. Aber ist das das, was du wolltest? Nein, nein, nein. Du kostest uns zu viel, weil wir können das mit allen Daten, die wir haben, können wir jetzt schon ausrechnen. Du bist auf jeden Fall für uns ein Loose Case und deswegen such dir mal eine andere Versicherung. Ich will es nur verstehen... Wo sind die Hürden, damit man heutzutage nicht schon Dinge umsetzt, die deutlich verbessern würden? Ich kann dir ein Beispiel auch aus meiner ersten Hausarztformulatur geben. Da habe ich mich nämlich darüber auch mit einem Hausarzt unterhalten. Der hat, oder einem Allgemeinmediziner, und der hat gesagt, das Problem ist, dass die Kosten für die einzelnen Firmen so hoch sind... bezüglich der Entwicklung von Praxissoftware-Systemen oder ähnlichen Wegen, weil wir sind wahrscheinlich im Schnitt trotzdem überreguliert, dass die Kosten einfach so hoch sind, dass es sich nicht lohnt. Für die Hausärzte gibt es, ich glaube, damals waren es vier Praxissoftware-Systeme, zwischen denen du dich entscheiden kannst, auf welchen du arbeiten möchtest. Wie viele Systeme habt ihr für Schnittprogramme oder ähnliches? Aber die kommen halt gar nicht durch, weil du dir das ganz genau überlegen musst, ob sich das überhaupt von den Anfangskosten her lohnt. Wir sagen immer zu unseren Kunden, du musst eigentlich deine Wurzeln rausreißen und auf einer grünen Wiese die Firma neu bauen. Weil die Prozesse sind einfach über Jahrzehnte gewachsen und das jetzt irgendwie wieder auf links zu drehen, ist Wahnsinn einfach. Wir waren bei Tobit, die in einer App den ganzen Stadt digitalisieren wollen, weil alles über eine eigene ID läuft. Du gehst beim Restaurant hin, du gehst in eine Bar, du gehst überall hin und zahlst nur mit einem QR-Code alles über die App. Du kannst deinen Job buchen über eine App. Und ich glaube, sowas braucht es. Also ich sage, man muss eher eine grüne Wiese haben und baut das quasi komplett neu darauf auf. Ich weiß nicht, vielleicht Naomi geht so ein bisschen in die Richtung. Wäre mal spannend, mit den Jungs da auch zu reden. Mit Blick auch auf unsere Speicherkarte müssen wir, glaube ich, überlegen, ob ihr vielleicht noch mal irgendwann in der Nähe seid und ihr noch mal in eine Folge kommen möchtet. Weil du hast jetzt gerade zum Beispiel das Thema Supermarkt und so angesprochen. Du hast es ja nicht einfach jetzt so aus der Luft gegriffen. Also da wird ja irgendwas hinterstecken. Gibt es vielleicht in anderen Ländern schon diese Möglichkeiten, dass du quasi in einem Supermarkt dich... die ein MRT oder so was abholst, keine Ahnung. Vielleicht können wir in der nächsten Folge, wenn ihr irgendwann mal wieder in der Gegend seid, darüber mal sprechen. Finde ich sehr, sehr spannend. Zum Thema Demokratisierung. Ja, ja, so was. Ich habe auch noch tausend Fragen. Ja, ja, genau. Wir könnten jetzt wahrscheinlich noch zwei, drei Stunden reden. Ja, ihr müsst ja auch irgendwann, braucht ihr noch eine zweite Webseite? Haben wir denn gar keine Zeit? Nee, es läuft jetzt jede Sekunde aus und ich will den Podcast noch beenden, damit das quasi funktioniert. Nee, wir haben gerade den Jungs so ein bisschen gezeigt, wie Cloud funktioniert für unsere Zuhörer, wie Cloud unsere Podcasts und sowas schneidet. Ich hab denen kurz mit Astra eine kleine Landingpage gebaut. War ziemlich beeindruckend, das können wir ganz klar sagen. Genau, wir müssen auch gegen euch Billard spielen und alles. Ich bin extrem schlecht im Video. Vielen Dank, dass wir heute bei euch drehen durften, dass wir auch jetzt gerade noch mal Gast sein durften. Hat uns mega gefreut. Definitiv. Wir können nur bestätigen, was wir beim ersten Call schon hatten. Wir hatten einfach ein gutes Gefühl. Ich glaube, ihr habt echt Phase. Ihr seid eine Generation, die jetzt reinkommt, glaube ich, die jetzt in den Beruf einsteigt. Super spannend für uns und für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, glaube ich. Von daher, es schreit für mich nach Folge 2. Wollt ihr noch in einem Satz, ihr habt 30 Sekunden, kurz sagen, um was es in der Folge geht, die ihr hier aufgenommen habt? Damit die Leute vielleicht Bock haben, euren Prevent-Podcast zu hören. Ja, wir haben mit einem Krebsforscher aus Cambridge, der am Sanger-Institut forscht, Deutscher, eine Folge aufgenommen. Und es geht darum, wie entsteht Krebs? Wie kann man Krebs verhindern? Und wie findet man Krebs rechtzeitig? Geil. Guter Abschluss. Wir werden auf jeden Fall auch auf LinkedIn, auf Instagram. Ja, 100%. Wir geben euch schon Gas. Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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