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01. Juli 2026· 12:51 min

Der Claude-Code-Chef sagt: 5 Rollen ersetzen das klassische Team — und du brauchst keine Spezialisten mehr

Boris Cherny, einer der Köpfe hinter Claude Code, skizziert fünf neue Rollen für die Arbeitswelt der Zukunft. Marco und Manuel gehen jede einzeln durch — und merken: Genau so arbeiten sie bei OctopusGenius längst. Mit zwei, drei Leuten und KI entsteht heute, wofür es früher ein ganzes Team, 100.000 Euro und Monate brauchte.

KI-Snack: Der Claude-Code-Chef sagt: 5 Rollen ersetzen das klassische Team — und du brauchst keine Spezialisten mehr
In dieser Folge

Die Kernpunkte

  • Die 5 neuen Rollen: Prototyper, Builder, Sweeper, Grower & Maintainer — und warum eine Person mehrere davon abdeckt
  • Warum du in Agenturen keine Spezialisten mehr brauchst — nur noch für die letzten 10 %
  • Wie aus einer Idee in einer Woche ein fertiger MVP wird (Beispiel: das Wingman-Produkt)
  • Der Skalierungseffekt: ein Mensch treibt 3-4 Produkte gleichzeitig
  • Wann KI auch physische Produkte baut — über MCP direkt ins CAD-Programm
  • Robotik aus China: warum Morgan Stanley die Prognose verdoppelt (und was die Zahlen wirklich heißen)
  • Warum 5-Jahres-Businesspläne heute zum Lachen sind
Du brauchst keinen Spezialisten mehr, um den Weg zu gehen — nur noch für die letzten zehn Prozent."
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Transkript

die Prognose für humanoide Roboter aus China verdoppelt. Also nicht fünf Menschen, sondern es sind einfach fünf neue Bezeichnungen. Du brauchst auch in Agenturen keine Spezialisten mehr. Die kann von einem Menschen oder von drei Menschen mit KI erbracht werden. Auch wenn das Ausscheiden schmerzt, was für ein Spiel, DFB-Team. Also es gibt zwei Themen, über die ich nicht sprechen will. Das ist Politik und Fußball. Da wir heute Mittwoch haben, weil wir nehmen zwar an einem Dienstag auf, aber wir haben Mittwoch. Über das Deutschlandspiel denkt schon gar keiner mehr nach. Nee, komplett haben alle vergessen. Über Friedrich Merz denkt wahrscheinlich trotzdem noch der eine oder andere nach. Aber gut, Manu, ich habe ein Thema, über das ich mit dir sprechen möchte, was ich gelesen habe. Das finde ich super spannend. Vielleicht können wir darüber ein bisschen länger sprechen. Und zwar geht es um schon eines meiner Lieblingsthemen, nicht veränderte Arbeitswelten. Und ich hoffe, ich spreche den Namen richtig aus. Boris Czerny, sage ich jetzt mal, ist der Chef von Cloud Code. Der skizziert fünf neue Rollen für die Zukunft. Und ich würde gerne mal mit dir durchgehen, deine Meinung dazu wissen und dich fragen, ob du das ähnlich siehst. Der sagt, es gibt, ich lese die erstmal vor, den Prototyper. den Builder, den Sweeper, den Grower und den Maintainer in Zukunft. Jetzt muss man dazu sagen, das sagt er auch gleich dazu, also nicht fünf Menschen, sondern es sind einfach fünf neue Bezeichnungen, Job Descriptions, die allerdings auch von einem Menschen vereint werden können teilweise oder zwei, drei davon können wieder von einem Menschen vereint werden. Aber er sagt, es ist halt eine völlig veränderte Art und Weise zu denken. Komplett. So, ich fange mal an mit dem ersten, mit dem Prototyper. Er sagt, der Prototyper entwickelt brandneue Ideen, produziert viele Ideen, von denen die meisten nie ausgeliefert werden. Der Builder macht aus einem Prototyp einer Idee schnell ein produktionsreifes Produkt beziehungsweise eine stabile Infrastruktur. Der Sweeper räumt das UI auf, vereinfacht Code und System, entfernt Überflüssiges, optimiert die Performance. Der Grower nimmt ein fertig gebautes Produkt und iteriert es danach, um das Product-Market fit zu machen. Und der Maintainer verantwortet ein reifes System und hält es sicher, zuverlässig, schnell und effizient, wenn es skaliert. Und er sagt halt, viele Menschen decken zwei Rollen ab oder drei davon. Und das ist jetzt nicht so, dass du fünf neue Menschen dafür einstellst. Was sagst du dazu? Also ich glaube, aktuell ist es ja so, dass quasi wirklich jede Position davon ein Mensch ist. Bei uns nicht. Ne, also generell. Genau, ich meine in der klassischen oder in der alten Welt, wenn man jetzt schon so spricht, dann ist das jeweils eine Jobbezeichnung. Also der Prototyper ist dann, keine Ahnung, das Marketing oder der Vertrieb oder wer auch immer, der ist irgendwie die Produktidee. Business Development von früher. Sowas, der die Produktidee hat und der Rest ist halt Backend, Frontend, UI und also das ist halt diese klassische, klassischen Jobbezeichnungen. Ich muss gerade so ein bisschen grinsen, weil das ist ja eigentlich das, was wir aktuell in der Octopus Genius so vereinen. Also vor allen Dingen jetzt mit unserem baldigen neuen Mitarbeiter haben wir ja quasi all diese Rollen in zwei bis drei Personen quasi vereint. Ja, also wir können das ja mal auf Produkte denken. Bis zu einem gewissen Grad kann man die auch schon, glaub ich, als, ich sag jetzt mal, kreativer Produktmensch, der Cloud Code nutzen kann, der kann schon bis zu einem gewissen Grad drei bis vier Rollen wahrscheinlich irgendwie abdecken. Am Ende muss dann einmal einer kommen, der es wirklich drauf hat, um das Thema wirklich glatt zu ziehen. Aber du kannst schon sehr, sehr viel Vorarbeit leisten. Also das ist ja das, was wir auch in unserem Arbeitsalltag erleben. Du kannst halt sehr viel Vorarbeit leisten und redest nicht mehr über eine Zeichnung am Whiteboard und eine Idee von wegen, ja, wenn wir das so machen, dann passiert X und Y. Sondern du hast einen MVP innerhalb von einer Woche oder so. Und Deswegen, also ich sehe das ähnlich, dass es quasi nur noch eine Art von, ich sag mal, Fähigkeit gibt, die aber jetzt nicht in einem Menschen... Also es gibt einfach eine Leistung, die erbracht werden muss, die kann von einem Menschen oder von drei Menschen mit KI erbracht werden. So, da kommt es dann in gewisser Weise auf den Menschen auch an. Aber das ist ja das, was wir auch immer sagen. Also je mehr...... Skill oder Kompetenzen du jetzt als Mensch in dir vereint hast oder jetzt in Zukunft auch vereinen wirst...... und dann weißt, wie du das Ganze mit KI auf die Straße bringen kannst, desto...... wertvoller wirst du einfach. Also vielleicht nochmal so ein bisschen ausdifferenziert. Es gibt ja unterschiedliche Komplexitäten von Produkten, das darf man nicht verlesen. Ja, ja, klar. Das ist ja jetzt Software einfach. Genau, wenn wir...... ich sag mal, wenn wir mal auf zwei Ebenen agieren und das einmal durchspielen, würde ich sagen, auf...... einer... einfachen Ebene, also einem Produkt, was jetzt softwareseitig nicht so komplex ist, würde ich behaupten, kann ich den Prototyper spielen, weil ich meine Idee habe und diese Idee erstmal in den Prototypen pressen kann sozusagen. Und kann wahrscheinlich sogar auch schon teilweise in Bilder spielen, weil ich das Thema weiter vorantreibe. Ich kann dann auf keinen Fall mehr den Sweeper spielen, den Grower spielen und den Main-Terminer spielen. Ich meine, du kannst es ja an dem Wingman-Thema sehr, sehr gut durchspielen. Genau. Schönes Beispiel. Du hast die Idee gehabt, du hast den Prototyp selber gebaut, machst jetzt selber quasi den Vertrieb für den Start und sobald wir da einen sehr konkreten Partner für haben, bauen wir das Thema fertig. Genau, das wäre auch nicht mehr ein Part sozusagen, ne? Ja genau, da kommt dann jemand, der das macht. Aber das ist insofern ein schönes Beispiel. Ich wäre niemals an den Stand von jetzt gekommen, früher ohne Team. An dem Punkt zu kommen, hättest du ja schon 100.000 verbrannt. Ja, du hättest ein Team gebraucht, 100.000 verbrannt, Zeit verbrannt, ohne Ende etc. Also gerade die ersten beiden Punkte werden halt sehr, sehr schnell gehen. In Zukunft bei komplexeren Themen dann ist es wahrscheinlich so, dass ich vielleicht erstmal nur Prototypen baue aus meiner Rolle heraus. Du nimmst dann den Ball auf und würdest das Thema weiterführen und am Ende des Tages der Kollege, der bald bei uns anfängt, würde dann derjenige sein, der das auf ein gesundes Fundament stellt, sich das Gerüst anschaut und wirklich reviewt und sich die Themen anguckt. Das Verrückte ist halt, das kannst du dann wahrscheinlich gleichzeitig mit drei Produkten machen oder mit vier Produkten machen. Also du hast auch nochmal einen Skalierungseffekt auf der Ebene. Du musst dich nicht mehr nur auf eins fokussieren. Du machst viel mehr. Ich hatte gestern ein Gespräch. Das ist jetzt ein bisschen aus einem anderen Bereich, aber du kennst meine These dazu. Du brauchst auch in Agenturen keine Spezialisten mehr oder auch in anderen Berufsfeldern keine Spezialisten mehr. Du brauchst Menschen, die die Ergebnisse beurteilen können und dann mit der KI gemeinsam diese Ergebnisse erzielen können sozusagen. Und dann vielleicht brauchst du den Spezialisten nochmal für die letzten 10 Prozent, wenn du es besser machen willst. Aber du brauchst keinen Spezialisten mehr, um den Weg zu gehen. Auf gar keinen Fall. Ich fand das trotzdem sehr spannend, er gibt dann hier noch so ein, zwei Szenarien, dass er so sagt, ein, zwei, drei passen eng zusammen, dann hast du welche, die drei, vier, fünf, manche machen eher das und das. Aber ist glaube ich ganz schön hergeleitet jetzt, so wie wir es gemacht haben über so ein Wingman-Produkt oder über teils andere Produkte, dass das in Zukunft so schon anders aussieht und dadurch wird sich auch jede Jobdescription ändern. Ja, aktuell ist das ja noch alles auf sehr, also stark beschränkt auf digitale Produkte. Ich weiß nicht, wann das so weit ist, dass das auch in diese physischen Produkte, in diese Welt so richtig reingeht. Also du kannst jetzt schon dir physische Produkte überlegen, schon Mockups bauen, Marketingkonzepte bauen und so, das geht alles schon. Ich glaube an dem Punkt, dass du sagst, okay, du gehst jetzt über einen MCP oder so in irgendein CAD-Programm rein und baust dir dann auch schon deine CAD-Zeichnung dafür. Da sind wir glaube ich noch nicht, dauert aber auch nicht mehr lange, ich denke mal so ein Jahr, dann wird das auch gelöst sein. Und der Rest, also das, was wahrscheinlich logischerweise dann nicht angepackt werden kann, ist dann so, wo du wirklich einfach eine große Eintrittsbarriere hast. Also große Anfangsinvestitionen, Maschinen oder was auch immer. Aber solche Sachen, vor allen Dingen, wenn du dann irgendwie On-Demand Sachen produzieren lässt oder so, kannst du, glaube ich, als einzelne Person, wenn du eine gute Idee hast, schon wirklich sehr viel reißen. Also wirklich sehr viel. Ja, also früher war der Mensch eine knappe Ressource für Ideenentwicklung und der Mensch mit einem gewissen Skillset war eine knappe Ressource und damit wurde es teuer und damit wurde es zeitaufwendig. Die Themen sind, glaube ich, durchgespielt. Ich erinnere mich daran, wenn wir schon mal zurückblicken, als ich mit BJ noch zusammen die 923 gemacht habe, vor acht Jahren oder neun Jahren, da sind wir hingegangen und da war damals so der Take, wir machen einen MVP von einem Produkt. Damals war es witzigerweise so ein Handwerkerportal, wo wir darüber Aufträge vermittelt haben. Und wir wollten aber nur KPIs testen. Also haben wir ein MVP gebaut von einem Produkt, wo im Prinzip danach die Leads ins Leere gelaufen sind, weil wir eigentlich nur wissen wollten, funktioniert das überhaupt oder funktioniert das nicht. Aber selbst der Prozess war schon komplex sozusagen. Ja, glaube ich. Das würde ich heute, also das würde ich ja alleine heutzutage bauen, diesen MVP meine ich. Ja, ja. Nur um zu testen, ob es funktioniert oder nicht funktioniert, würde ich das wahrscheinlich an einem Tag bauen. Und da haben wir trotzdem irgendwie einen Monat dafür gebaut, mit allem drum und dran und... Ähm... War auch nicht gut. Also weißt du, was ich meine? Ja, ja, klar. Alles, was dazugehört. Ähm... Wenn du das bedenkst, dann kannst du heute ein Thema nach dem anderen treiben, tatsächlich. Zum Abschluss der Folge noch einen kleinen Kontext zu meinem LKQ-Thema mit Robotik. Ich habe doch gesagt, in der Folge davor, dass China ernst macht, was das Thema Robotik betrifft. Mal raus aus dieser Testphase, weil vieles noch getestet wird. Jetzt hat Morgan Stanley tatsächlich die Prognose für humanoide Roboter aus China verdoppelt. Aber um das auch mal richtig einzuordnen, verdoppelt heißt bei denen von 50.000 Oder auf jetzt 50.000 Einheiten von vorher 28.000. Einheiten heißt dann Robotics. Ein Roboter sozusagen als Einheit. Das wirkt ja immer so, auch manchmal, wenn man Sachen liest oder wenn wir sprechen, dass es schon sieben Milliarden humanoide Roboter gibt sozusagen. Also da muss man auch mal so ein bisschen die Kirche im Dorf lassen. Das Thema ist riesig. Das Thema wird auch kommen. Das wird mega, mega groß. Also zu 100 Prozent. Also die schreiben ja auch das Thema Roboter in Fabriken und so was, ja Restaurants, das Thema wird riesig werden, aber Status Quo 2026 ist das Thema noch nicht so groß, das muss man auch mal sehen. Aber, und dann damit Feierabend für heute. China hat das ganz klar zu seiner Fünf-Jahres-Priorität gemacht, das Thema. Also es gibt kein anderes Thema, was so hohe Priorität hat wie das. Ich fand die Zahl Fünf Jahre so spannend, weil wir sagen ja auch immer irgendwas zwischen drei bis fünf Jahre. Also es scheint so zu sein, dass wir 2030, 2031 dann in dem Zeitraum leben, wo das Thema Robotik einmal komplett überschwemmt, um es mal negativ zu sagen oder positiv zu formulieren, Aufgaben übernimmt. Glaube ich auch. Guck mal, fünf Jahre ist ja, was ist das für eine Zeit? Nein, ich würde dieses Thema Prognosen von früher... Ja, kannst vergessen. Manuel, ich musste Business-Pläne abgeben, die waren fünf bis zehn Jahre. Wenn heute einer zu mir kommt und sagt, gib mir einen Plan für fünf Monate, lache ich den aus. Das geht gar nicht mehr, ne? Also von daher, wir sind gespannt, was 31 ist. Sehr gut. Zweite Folge im Kasten. Feierabend für heute. Bis dann. Tschüss.

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